Wirksamer Werbeträger für Nachhaltigkeit

Verpacken

Wirksamer Werbeträger für Nachhaltigkeit

13. April 2015, 9:17

Wie wichtig ist den Verbrauchern die Umwelt, wenn es um Produktverpackungen geht und worauf achten sie beim Kauf? Die STI Group hat dazu Anfang 2015 eine repräsentative Verbraucherstudie zu diesem Thema in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass Nachhaltigkeit bei Verpackungen für jeden zweiten Befragten eine wichtige Rolle spielt.

 

Dabei sind es die Älteren, die besonderen Wert auf Nachhaltigkeit im Regal legen. 43 Prozent der 16-29jährigen halten nachhaltige Verpackungen für wichtig, bei den über 50-jährigen steigt der Wert auf 65 Prozent an. Frauen messen dem Thema generell etwas mehr Relevanz bei als Männer.

 

Was macht eine Verpackung für die Verbraucher nachhaltig?

 

Doch was kennzeichnet für die Verbraucher eine nachhaltige Verpackung? Die Online-Studie fragte Bekanntheit und Kaufrelevanz unterschiedlicher Logos ab. Hinsichtlich der Siegel belegten Der Grüne Punkt, Der Blaue Engel, Fairtrade und FSC die ersten vier Plätze. Dass „Der Grüne Punkt“ mit Abstand das bekannteste Label ist – 93 Prozent der Befragten war das Logo geläufig – erstaunt nicht. Doch dass 46 % der Verbraucher beim Einkauf auf dieses Symbol achten überrascht, denn als Indikator für die Umweltfreundlichkeit einer Verpackung ist das Logo nicht geeignet. Bekanntheit und Kaufrelevanz des FSC-Logos sind dagegen steigerungsfähig: 48 Prozent der Studienteilnehmer gaben zwar an, das Logo zu kennen, doch nur 18 Prozent achten beim Kauf von Verpackungen auf eine entsprechende Kennzeichnung. Besonders die Diskrepanz in der Bekanntheit von „Der Grüne Punkt“ und FSC zeigt, dass die Verbraucherkommunikation im Bereich Umwelt- und Nachhaltigkeitssiegel eine entscheidende Rolle spielt.

Generell denkt die Mehrheit der Verbraucher bei nachhaltigen Verpackungen an Themen wie Recycling und Entsorgung. Darüber hinaus lässt das Material einer Verpackung die Verbraucher Rückschlüsse auf ihre Nachhaltigkeit ziehen. Eine Verpackung aus Karton oder Wellpappe wird dabei per se als umweltfreundlicher angesehen als eine Verpackung aus anderen Materialien. Auch einen möglichst geringen Materialeinsatz bzw. eine geringe Verpackungsgröße im Vergleich zum Inhalt honorieren die Verbraucher. Ist die Verpackung wiederverwendbar, stellt dies für die Befragten einen entscheidenden Nachhaltigkeitsfaktor dar.

 

Höhere Preisbereitschaft bei Verbrauchern

 

Die Umwelt ist den Verbrauchern lieb – aber auch teuer? Die repräsentative Studie zeigt eine überraschend hohe Bereitschaft, für ein nachhaltig verpacktes Produkt einen höheren Preis zu bezahlen: Bei einem Produktpreis von 2,50 Euro wären die Befragten bereit, durchschnittlich 30 Cent – also 12 Prozent – mehr auszugeben. Ob sich dies dann tatsächlich auch im Bonwert widerspiegelt, muss die Praxis im Handel zeigen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob nachhaltige Verpackungen wirklich mehr kosten müssen. Nachhaltige Forstwirtschaft hat natürlich ihren (Mehr-)preis, gleiches gilt für Bio-Kunststoffe. Aber es gibt viele Beispiele, bei denen eine intelligente Produktentwicklung ressourcenschonende Verpackungen hervorbringt, die keine Mehrkosten mit sich bringen.

 

Studiendesign

 

Im Auftrag der STI Group erstellte IPSOS Observer im Januar 2015 eine repräsentative Verbraucherstudie zum Thema Nachhaltigkeit von Verpackungen. Befragt wurden 1.000 Personen in Deutschland im Alter von 16-70 Jahren. Die Befragten – zu 50 Prozent weiblich und 50 Prozent männlich – hatten ein Durchschnittsalter von 43,8 Jahren und verfügten über ein Haushaltsnettoeinkommen von 2.706 Euro.

 

Quelle: STI – Gustav Stabernack GmbH      Pressemitteilung vom 25.03.2015

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