Wiener Handel

Handel

Wer nicht mitmacht, muss Platz machen

12. Dezember 2017, 10:43

Verdrängungswettbewerb im Wiener Handel: Wer nicht mitmacht, muss Platz machen

 

Retail-Marktbericht von Otto Immobilien: TOP-Lagen in der City weiter sehr gefragt

Im extrem gesättigten Wiener Handel findet derzeit ein zunehmender Verdrängungswettbewerb statt – bei dem letztlich nur Unternehmen mit innovativen Ansätzen überleben werden. Dies ist eine Aussage aus dem seit heute vorliegenden Retail-Marktbericht der Wiener Otto Immobilien Gruppe. Neue Lösungen wären etwa „Omnichannel“-Konzepte, die Online-Handel, Vertrieb und stationären Handel kombinieren, oder ein gelungener Shop-Relaunch mit einem state-of-the-art Design und einer starken Serviceorientierung, die von Kunden heute mehr und mehr erwartet wird. „Künftig geht es für den stationären Handel immer mehr um das sprichwörtliche Einkaufserlebnis der Kunden mit allen Sinnen. Wer da nicht mitmacht, muss Platz machen“, so Retail-Teamleiter Sorin Scurtu.

 

Wien ist bei vielen internationalen Retailern nach wie vor ein begehrter Standort

Die leicht gestiegene Nachfrage konzentriert sich allerdings immer noch auf Top-A bzw. A-Lagen, während B- und C-Lagen weiter an Bedeutung verlieren. So ist das „Goldene H“, die City-Toplage zwischen Kärntner Straße, Stephansplatz, Rotenturmstraße, Graben, Kohlmarkt und Tuchlauben nach wie vor erste Adresse. Hier haben in letzter Zeit internationale Händler mit neuen Konzepten zur Attraktivität des Standortes beigetragen. „Die Spitzenmieten liegen hier bei 400 Euro pro m² und Monat bis hin zu sogar 600 Euro pro m² und Monat, diese werden aber tendenziell nur für sehr kleine Flächen bezahlt“, so Scurtu. Die Rotenturmstraße gewinnt aufgrund des bestehenden Handelskonzeptes, der diversifizierten Gastronomie und wegen der sehr hohen Passantenfrequenz immer mehr an Bedeutung und Attraktivität. Hier werden aktuell bis zu 180 Euro pro m² und Monat bezahlt, mit steigender Tendenz.

Für den Einzelhandel auf der Mariahilfer Straße beobachtet man bei Otto Immobilien einen Wandel in Richtung Gastronomie sowie junger dynamischer Mode. Trotz kurzzeitiger Skepsis vor und während der Umgestaltung ist das Interesse an dieser hochfrequentierten Einkaufsstraße nach wie vor groß. „Die gute Passanten-Frequenz, das junge und dynamische Publikum und die im Vergleich zur City etwas moderateren Mietpreise zwischen 50 und 180 EURO pro m² und Monat tragen entscheidend dazu bei“, so Scurtu.

Am aktivsten war trotz starkem Onlinehandel die Bekleidungsbranche. Auch aufgrund neuer Marken werden heuer 152 Filialen in ganz Österreich eröffnet. Besonders dynamisch auch die Lebensmittel- und Gastronomiebranche mit 55 neuen Standorten sowie der Drogerie- und Parfümeriehandel und das Luxussegment.

 

Shopping-Center: Mieten in Wien ähnlich wie Berlin – Investment rückläufig

Mit einer Flächendichte von 33 m² pro 100 Einwohner liegt Österreich bei den Shopping-Centern im europäischen Vergleich unter den Top 10. Das Flächenwachstum im Großraum Wien hat sich zuletzt sehr stark eingebremst. Tendenziell entstehen zusätzliche Handelsflächen oder -Agglomerationen in Einkaufszentren fast ausschließlich im Zusammenhang mit neuen Büro- oder Wohnprojektentwicklungen, heißt es im Marktbericht weiter. Im Vergleich der Spitzenmieten europäischer Städte liegt Wien mit 1.320 Euro pro m² und Jahr (110 Euro pro m² und Monat) in den Shopping-Center Bestlagen im oberen Mittelfeld auf Berliner Niveau.

Heuer wurden bis zum Stichtag 15. November 2017 rund 460 Millionen Euro in Retail-Immobilien investiert, wobei sowohl das absolute Volumen als auch der Anteil an Retail Transaktionen in den Jahren 2016 / 2017 im Vergleich zu den Vorjahren stark zurückging. Der Grund hierfür liegt laut Otto Immobilien im eingeschränkten Angebot geeigneter Objekte. Die Nachfrage vor allem internationaler Investoren nach Handelsobjekten im Core Segment ist allerdings weiter hoch, berichtet Investment-Abteilungsleiter Dkfm. Christoph Lukaschek MBA, MRICS.

Die Spitzenrenditen liegen laut Otto Immobilien im Bereich Highstreet bei 3,5 %, für EKZ bei
4,1 % und sind am höchsten bei FMZ mit 5,75 %.

 

Fotocredit: colourbox.de
Quelle: Pressemeldung OTTO IMMOBILIEN GRUPPE vom 05. Dezember 2017

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