Arbeitszeitmodelle

Management

Trend zum „Downshifting“ – unterschiedlichste flexible Arbeitszeitmodelle als Reaktion auf den Wunsch „Weniger ist Mehr“

7. Juni 2017, 10:46

Der Großteil der österreichischen Unternehmen sieht Arbeitszeitflexibilisierung als unumgänglich und wesentlich zur Erhöhung der Arbeitszufriedenheit, da die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen besondere Berücksichtigung finden.
 

Drei Viertel der Personalverantwortlichen stellen in ihrem Unternehmen einen Trend zum Downshifting fest: ArbeitnehmerInnen schränken ihre Arbeits- und Konsumtätigkeiten zu Gunsten von mehr Freizeit ein und erwarten sich dadurch das Führen eines selbstbestimmteren Lebens.
 

In jedem fünften Unternehmen ist diese Entwicklung sogar stark oder sehr stark ausgeprägt, in etwa die Hälfte merkt den Trend nur leicht und ein Viertel gibt an, diese Entwicklung im Unternehmen gar nicht festzustellen.
 

Um dem Downshifting-Trend gerecht zu werden: 93% der Unternehmen bieten bereits unterschiedlichste flexible Arbeitszeitmodelle an.
 

Nach wie vor führt Teilzeitarbeit (81%) das Ranking der flexiblen Arbeitszeitformen an, gefolgt von Gleitzeitmodellen (59%) – beides ist bei Unternehmen mit mehr MitarbeiterInnen stärker verbreitet.
In 41% der Unternehmen gibt es Arbeitszeitkonten, wodurch ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit haben, Arbeitszeit anzusparen, um diese dann für längere Urlaube oder einfach Freizeit zu nutzen.
 

In etwas mehr als einem Drittel der Unternehmen gibt es die Möglichkeit zum Home Office bzw. Telearbeit (36%), tendenziell häufiger im Bereich Dienstleistung, in Wien, in Unternehmen ab 100 MitarbeiterInnen sowie in Unternehmen, die den Trend zum Downshifting stärker feststellen. 3 von 10 Unternehmen, häufiger jene mit mehr MitarbeiterInnen, bieten Vertrauensarbeitszeit an. Bei diesem flexiblen Arbeitszeitmodell, das – wie der Name schon sagt – auf einem Vertrauensverhältnis aufbaut, steht die Erledigung vereinbarter Aufgaben im Mittelpunkt und nicht die zeitliche Anwesenheit der MitarbeiterInnen.
 

In 22% der Unternehmen gibt es Schichtarbeit, tendenziell häufiger in den Bereichen Industrie/Erzeugung und Tourismus/Freizeitwirtschaft, sowie in Unternehmen mit mehr MitarbeiterInnen und in Unternehmen, die den Trend zum Downshifting stärker feststellen.
 

18% der Unternehmen bieten ihren MitarbeiterInnen Sabbaticals – also berufliche Auszeiten, die oft für Aus- und Weiterbildung genutzt werden. Sabbaticals gibt es deutlich häufiger in großen Unternehmen, im Bereich Bank/Versicherung bzw. im öffentlichen Bereich, in Wien, in Unternehmen mit mehr MitarbeiterInnen und in Unternehmen, die den Trend zum Downshifting stärker feststellen. Job-Sharing bzw. Arbeitsplatzteilung wird von 15% der Unternehmen angeboten, häufiger von Unternehmen mit mehr MitarbeiterInnen und Abrufarbeit, bei der ArbeitgeberInnen die Arbeitszeit ihrer MitarbeiterInnen je nach Auftragslage bedarfsorientiert vorgeben können, gibt es in etwa in jedem achten Unternehmen.

 
8% der Unternehmen planen, in Zukunft (weitere) flexible Arbeitszeitmodelle anzubieten, wobei hier Job-Sharing/Arbeitsplatzteilung (3%), Sabbatical, Arbeitszeitkonten und Gleitzeitmodelle (jeweils 2%) am häufigsten genannt werden.
 

Unternehmen begrüßen flexible Arbeitszeitmodelle: „Sie berücksichtigen die Bedürfnisse meiner MitarbeiterInnen, erhöhen die Arbeitszufriedenheit und bieten somit Wachstumschancen für unser Unternehmen“, analysiert Ulli Röhsner, Geschäftsführerin von MAKAM Research.
 

Mehr als 8 von 10 der Personalverantwortlichen sind der Ansicht, dass durch Arbeitszeitflexibilisierung die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen berücksichtigt und die Arbeitszufriedenheit erhöht werden, häufiger Personalverantwortliche im Westen Österreichs sowie in Unternehmen, die den Trend zum Downshifting stärker feststellen.
 

Auch Doris Hennebichler, Projektleiterin bei MAKAM Research, ist von den positiven Auswirkungen flexibler Arbeitszeitmodelle überzeugt: „Das Gleitzeitmodell ermöglicht mir einen stressfreien Start in den Tag, da die Arbeitszeit beginnt, wenn ich im Büro ankomme. Durch das Arbeitszeitkonto ist es außerdem möglich, unter der Woche etwas mehr zu arbeiten, um einen ‚kurzen‘ Freitag zu haben und dadurch das Wochenende zu verlängern.“
 

6 von 10 Personalverantwortlichen sehen in der Arbeitszeitflexibilisierung Wachstumschancen für ihren Betrieb und für 82% sind flexible Arbeitszeitmodelle sowieso unumgänglich, um in der heutigen Zeit bestehen zu können.
 

Befürchtete Gehaltseinbußen aufgrund von Arbeitszeitflexibilisierung können zwei Drittel der PersonalistInnen nicht bestätigen. Und auch die Meinung, dass Arbeitszeitflexibilisierung eine Erschwerung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit sich bringt, können 8 von 10 nicht nachvollziehen. Ebenso ist die Befürchtung einer möglichen Überlastung von MitarbeiterInnen durch flexible Modelle für mehr als 8 von 10 PersonalistInnen nicht haltbar.
 

Sample und Methodik:

Die Ergebnisse resultieren aus einer telefonischen Befragung von 500 Personalverantwortlichen (HR ManagerInnen, GeschäftsführerInnen) – repräsentativ für die österreichische Unternehmenslandschaft ab 30 MitarbeiterInnen – im CATI-Telefonstudio von MAKAM Research GmbH (Befragungszeit Mai 2017).
 

Grafik: MAKAM Research GmbH
Quelle: Pressemeldung MAKAM Research GmbH von 23.05.2017

Management

Living Leadership – Haltung schafft Führung

Hernstein lanciert neues Entwicklungsprogramm   Das Hernstein Institut für Management und Leadership bietet ab Herbst 2018 ein neues Entwicklungsprogramm an. Gemeinsam mit Coach und Organisationsentwickler Markus Merlin wurde ein 4-moduliges Programm mit insgesamt 10 Weiterbildungstagen kreiert. „Living Leadership –  [ weiterlesen ]

Management

CSR-Berichte: Was sagen sie wirklich aus?

Alleine 100 große Unternehmen veröffentlichen jährlich rund 25.000 Seiten Geschäfts- bzw. Jahresberichte. Neben zahlreichen quantitativen Informationen legen Unternehmen darin auch ihr Engagement im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) offen. Die WU-Wissenschafterin Stéphanie Mittelbach-Hörmanseder erklärt in ihrer Forschung, warum sich  [ weiterlesen ]

Management

Digi International: Berufung von Bowen zum Vice President Sales

Digi International gibt die Berufung von Chris Bowen zum Vice President Sales, EMEA, bekannt   Digi International®, ein weltweit führender Anbieter von Internet of Things (IoT) Connectivity Produkten und Dienstleistungen, gab bekannt, dass Chris Bowen zum Vice President of  [ weiterlesen ]

Management

Lidl Österreich gehört zu Österreichs besten Arbeitgebern

Bereits zum fünften Mal in Folge ein „Great Place to Work“   Lidl Österreich wurde zum fünften Mal in Folge vom renommierten „Great Place to Work“-Institute als einer der besten Arbeitgeber in Österreich ausgezeichnet. Mit der neuerlichen Auszeichnung setzt  [ weiterlesen ]

Social Media

Sinalco setzt auf Influencer statt Display-Werbung

Fallstudie Werbewirkung: 2,5-mal mehr Teilnehmer für Promotion   Mit zielgruppengerechtem Content Konsumenten für eine Marke zu begeistern und Leads zu generieren, funktioniert mit Influencer-Marketing wesentlich besser als mit Display-Werbung. Diese Erkenntnis zog Sinalco aus einer Gewinnspiel-Kampagne zu ihrem Online-Adventskalender  [ weiterlesen ]

Kommunikation

FHWien der WKW ist beste Fachhochschule Wiens

Österreichweite Top-Platzierungen für die FHWien der WKW im Fachhochschul-Ranking 2018 des Industriemagazins.   Zu diesem Beitrag wurde folgendes Firmenportrait gefunden: FHWien – Institut für Kommunikation, Marketing & Sales   Die FHWien der WKW ist die beste Fachhochschule in Wien.  [ weiterlesen ]