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Wirtschaft

Transgourmet Österreich legt Rekordjahr hin

15. Februar 2017, 11:17
  • Umsatz steigt auf mehr als eine halbe Milliarde Euro
  • Erstes Jahr im Transgourmet-Familienverband hocherfolgreich
  • Umfirmierung von Kunden gut angenommen
  • Neue Eigenmarken, Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsinitiativen gestartet
  • Ausblick 2017: «Lust auf mehr»
  • Neue Standorte sollen für weiteres Wachstum sorgen
  • Ausbau der Web-Services

Österreichs Nummer Eins im Gastronomie-Großhandel, Transgourmet, konnte auch 2016 seine Vorreiter-Stellung ausbauen: Erstmals wurde «die Schallmauer» von fünfhundert Millionen Euro Umsatz durchbrochen. Im ersten vollen Geschäftsjahr nach der Integration in die Transgourmet-Gruppe erzielte Transgourmet Österreich einen Rekordumsatz von 516 Millionen Euro. Das Umsatzplus von vier Prozent ist deshalb beachtlich, weil das Unternehmen im Jahr davor bereits einen Umsatzhöchststand von 497 Millionen Euro erreicht hatte. «Dass uns das im Jahr des Markenwechsels und einer von Unsicherheit geprägten Zeit gelungen ist, freut uns», so die beiden Österreich-Geschäftsführer Thomas Panholzer und Manfred Hayböck. Einen weiteren Umsatzschub wird die Eröffnung eines neuen Transgourmet Standortes in Vorarlberg Ende 2017, Anfang 2018 bringen. «Der neue Standort ist ein deutliches Signal, dass wir auf rasantem Wachstumskurs sind», so Panholzer.
 

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Thomas Panholzer und Manfred Hayböck


 
Das abgelaufene Geschäftsjahr stand ganz im Zeichen des Eigentümer-Wechsel und damit verbundener Veränderungen; mit 1.1.2016 wurde der Gastronomie-Großhändler Teil der Transgourmet-Familie, Anfang April wurde das durch das Umbranding aller Märkte auch nach außen sichtbar. «Wir konnten schon jetzt Synergien nutzen und profitieren von unserem neuen Eigentümer», so Panholzer. Im Vorjahr wurden neue Marken eingeführt, umfassende Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit gestartet und der Feinkostlieferant «FrischeParadies Wien» übernommen. Transgourmet Österreich bestätigt seine Marktführer-Rolle und hält aktuell bei 22,8 Prozent Marktanteil innerhalb der Gastronomie. Verwaltungsratspräsident der Transgourmet Holding AG Hansueli Loosli ist «hochzufrieden».
 
«Versprochen – gehalten»: Mitarbeiter, Auswahl, Service blieben gleich
Die Umfirmierung ist bei den Kunden gut angekommen. Es kam zu keinerlei Kundenverlusten, vielmehr stellte Transgourmet unter Beweis, dass Bewährtes erhalten bleibt: «Die Organisation von Transgourmet garantiert, dass die landestypischen Spezifika sowie die Kundenanforderungen jedes Landes Berücksichtigung finden.» Der Erfolg von Transgourmet fusst naturgemäß darauf, dass die bewährten Mitarbeiter, Services, die Auswahl, die Kombination aus Abholung und Zustellung sowie das beste Preis-Leistungsservice gleichgeblieben sind. «Unsere Kunden haben sehr positiv auf die Umstellungen reagiert – sie profitieren von der Aufstockung der Produkte und den neuen Eigenmarken. Wir halten, was wir versprechen», erklärt Hayböck. Die Transgourmet Standorte in Spielberg sowie aktuell in Brunn/Geb. wurden erweitert, zwei mein c+c Standorte in der Steiermark umfassend umgebaut.« Rund 16 Millionen Euro wurden im Vorjahr für Um- und Ausbauten aufgewendet, wovon die heimische Baubranche profitierte.
 
Neue Eigenmarken und Services führen zum Erfolg
Transgourmet Economy, Quality und Premium: Eigenmarken mit klarer Preis/Qualitäts-Orientierung entlang des Sortiments und Produkte für jedes Bedürfnis
Transgourmet erweiterte im Vorjahr das 25.000 Produkte umfassende Sortiment um neue Eigenmarken: Die Preiseinstiegsmarke Transgourmet Economy, die Preis-Leistungsmarke Transgourmet Quality und die High-End-Marke Transgourmet Premium bieten ein breites Sortiment aller relevanten Produkte. Jede Marke ist einzigartig und auf die Bedürfnisse der österreichischen Gastronomen und Hoteliers abgestimmt: Sorgfältig ausgewählte Produkte, strenge Qualitätskontrollen, gleichbleibende Qualität und Profiverpackungsgrößen. Dass alle Produkte dem «österreichischen Geschmack» entsprechen, versteht sich. Das Sortiment wird laufend ausgebaut, die ersten Produkte sind seit Herbst erhältlich und «laufen gut an».
 
Geballte Getränkekompetenz für Süd-Ost-Österreich
Der seit 2014 zum Unternehmensverbund gehörende Getränkehändler Schlacher wurde im Vorjahr vollständig in Transgourmet integriert und tritt jetzt unter dem Namen TRINKWERK+Schlacher auf.  Das auf die Bedürfnisse der Gastronomie und Hotellerie ausgerichtete Sortiment, die Services – wie Eventausstattung – Schanktechnik und Getränkeautomaten sowie die bewährt guten Angebote werden fortgeführt.
 
Fischkompetenz ausgeweitet: FrischeParadies Wien wurde übernommen
Fisch erfreut sich hoher und stetig wachsender Beliebtheit; Durch die Integration des auf Frischfisch spezialisierten Feinkostlieferanten FrischeParadies Wien baute Transgourmet Österreich seine Kompetenz und das Angebot in diesem Bereich aus. Gastronomen profitieren von kürzeren Wegen und dem «one-stop-shop» bei Transgourmet.
 
Nachhaltigkeit als Kernwert des Unternehmens: Wertschöpfung, Umweltschutz
«Wir leben Nachhaltigkeit mit jeder Faser», skizziert Hayböck den Zugang des Unternehmens. «Bei uns ist das kein PR-Gag, sondern ein Herzensanliegen.» Die Beweisführung lässt nicht auf sich warten: So wurde Transgourmet Österreich als erster und einziger Lebensmittelhändler ganzheitlich nach dem strengen Umweltmanagement-System ISO 14001 zertifiziert. Dazu war die Umsetzung einer Vielzahl an Maßnahmen im Bereich Umweltmanagement nötig; das Prinzip der ständigen Verbesserung ist die Vorgabe. «Dieses Zertifikat ist ganz klar die Königsklasse im Bereich Umweltmanagement», so Hayböck. Er sieht es als seine Pflicht an, «Ökonomie und Ökologie zu verknüpfen». Dazu setzt das Unternehmen laufend Maßnahmen in den Bereichen Sortiment, Umwelt und natürliche Ressourcen sowie Gesellschaft und Mitarbeiter um.
 
Nachwuchs-Contest «Le Chefs en Or»:
Transgourmet entsandte 2016 erstmals heimische Spitzenköche zum traditionsreichen Wettbwerb «Le Chefs en Or» der Transgourmet Gruppe und freut sich gemeinsam mit Jungkoch Matthias Birnbach (18) über den zweiten Platz. Bei der Veranstaltung – die zu den drei wichtigsten Kochwettbewerben Frankreichs zählt – wird «der Europameister der Köche» gekürt.
 
Ausblick auf 2017: Neuer Markt, neue Produktlinie, Ausweitung der Eigenmarken &Web-Services im Fokus
2017 will Transgourmet nicht nur die Nachhaltigkeitsmarke Vonatur einführen, sondern auch das Angebot an Eigenmarken ausbauen. Die Produktpalette von TRINKWERK+Schlacher wird um neue Getränke, unter denen sich auch Eigenmarken befinden, ergänzt. Der digitale Bereich wird ebenso forciert. Transgourmet wird 2017 in Österreich mit einer neuen Webseite und einem überarbeiteten Webshop auftreten. Zusätzlich zu diesen Initiativen wird das Unternehmen in Österreich eine neue Kampagne zur Stärkung des Images und der Arbeitgebermarke starten. Dabei stehen bestehende Mitarbeitende und deren Lust und Freude, für Transgourmet zu arbeiten, im Fokus der Kampagne. Umgesetzt wird diese in Imageinseraten, in einem Lehrlingsfolder, bei XING, kununu und whatchado.
 
Spatenstich in Schwarzach/Vorarlberg
Aktuell betreibt der Gastronomie-Großhändler acht Transgourmet und vier mein c+c Märkte. Für die geplante Expansion in den Westen Österreichs konnte ein Standort fixiert werden, der Spatenstich findet noch im Frühjahr statt – geplante Eröffnung ist im Winter 2017/18.
 
Schweinefleisch mit AMA-Gütesiegel steht für 100% Wertschöpfung in rot-weiß-rot
Beim Sortiment wird der ohnedies sehr hohe Österreich-Anteil nochmals verstärkt: So weitete Transgourmet das AMA-Gütesiegel-kontrollierte Angebot an Schweinefleisch massiv aus: Nun werden alle Teilstücke vom Schwein unter der Exklusivmarke premium angeboten. «Als österreichischer Großhändler sind wir bemüht, die heimischen Landwirte zu unterstützen, die Landschaft zu erhalten und die heimische Gastronomie zu stärken», erklärt Panholzer den Zugang. «Unsere premium Schweinefleisch Produkte stärken die heimische Wirtschaft, denn die Wertschöpfung erfolgt zu 100% in Österreich. Wir wollen Gastronomen die Möglichkeit bieten, ihren Gästen kontrollierte rot-weiß-rote Qualität anzubieten, die auch Tierwohl-Kriterien berücksichtigt», so Panholzer.
 
Transgourmet Vonatur bietet Nachhaltigkeit für Gastronomen
Auch in der Gastronomie boomt Nachhaltigkeit: Mit der Lancierung der Nachhaltigkeitseigenmarke Transgourmet Vonatur erfüllt der Gastronomie-Großhändler den Anspruch auf hervorragende kulinarische Qualität, ursprüngliche Produkt- und Produzentengeschichten sowie eine abgesicherte Nachhaltigkeitsleistung. Transgourmet lanciert unter dem neuen Brand eine stetig wachsende Anzahl an Produkten, die diesen Kriterien gerecht werden. Panholzer freut sich «als Zulieferer für die Gastronomie die Vorreiterrolle inne zu haben und den Gastronomen entsprechende Produkte und Services anbieten zu können.»
 
Die Besten vertrauen auf Transgourmet: 10 Jahre Cook 2.0 Exquisit
Mehr als 200 Haubenköche kaufen regelmäßig und einen Großteil des Sortiments bei Transgourmet ein. Unter Cook 2.0 Exquisit wird das Premium-Sortiment zusammengefasst: Von regionalen bis hin zu internationalen Delikatessen findet sich hier alles, was das Gourmet-Herz erfreut. Profiköche stehen hinter der Marke und entwickeln, präsentieren und beraten laufend zur Produktpalette. Heuer werden die „Cookies“ zehn Jahre alt und sind auch im Jubiläumsjahr Ideengeber für die Gastronomie.
 
Webservices werden ausgebaut: 60% des Bestellvolumens läuft über das Internet
Auch vor der Gastronomie machen die Mega-Trends «Digitalisierung» und zunehmende Flexibilisierung nicht Halt. «Wir unterstützen Gastronomen vielfältig, damit sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.» So bietet Transgourmet Entlastung durch Zustell- und Verräumservices sowie Rund-um-die-Uhr Einkaufsmöglichkeiten im Webshop an – die Zustellung erfolgt binnen 24 Stunden. Denn Zeitersparnis ist ein wesentliches Asset im stressigen Gastro-Alltag.
 
Bereits seit über einem Jahrzehnt nutzen Gastronomie-Kunden den Webshop, holen die Waren dann entweder im Markt ab oder nutzen die Zustellmöglichkeit. “Insgesamt werden 60 Prozent des Bestellvolumens elektronisch übermittelt, beinahe jede zweite Zustellung wird online geordert. Auch abseits der Online-Bestellungen wird die Digitalisierung weiter ausgebaut. Wir möchten unseren Kunden Tools zur Verfügung stellen, mit denen sie im Betrieb Prozesse optimieren können. Etwa ein Warenwirtschaftssystem, das mit der Speisekarte verknüpft ist. Wir verstehen uns nicht nur als Qualitätslieferant, sondern wollen in Zukunft unseren Kunden noch wesentlich stärker als bisher als Systemanbieter zur Seite stehen.“
 
Bild: Transgourmet setzt auf Frische
Fotocredits: Fotograf & (C): Transgourmet Österreich
Quelle: Transgourmet Österreich GmbH

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