Kleinholz

Holzwirtschaft

Schweighofer Gruppe zieht sich aus rumänischem Waldinvestment zurück

26. März 2018, 12:01
  • Rumänische Waldflächen an die schwedische GreenGold Group verkauft

  • Bekenntnis zur Stärkung einer nachhaltigen Holzindustrie in Rumänien ungebrochen

Die Schweighofer Gruppe, einer der führenden Holzverarbeiter Europas, zieht sich aus ihrem rumänischen Waldinvestment zurück und verkauft ihre 100% Tochter Cascade Empire s.r.l. (Cascade Empire) samt der dazugehörigen Bewirtschaftungseinheit Ocol Silvic Cascade Empire s.r.l. Käufer ist die schwedische GreenGold, über den Kaufpreis und Vertragsdetails wurde Stillschweigen vereinbart. Die rumänischen Waldflächen von Cascade Empire belaufen sich auf 14.283 ha in den Regionen Hunedoara, Gorj, Valcea, Prahova, Buzau, Neamt und Suceava.
 
Die veräußerten Wälder wurden im Zeitraum zwischen 2003 und 2011 erworben, Cascade Empire beschäftigt samt der Bewirtschaftungseinheit 19 MitarbeiterInnen die vom neuen Eigentümer übernommen werden. Die Schweighofer Gruppe wird weiterhin nachhaltige Wald und Forstwirtschaft fördern. Holzindustrie Schweighofer ist seit 2003 in Rumänien mit drei Sägewerken und zwei Holzplattenproduktionen vertreten, beschäftigt dort rund 3.100 MitarbeiterInnen und hat ein Maßnahmenpaket für die Stärkung einer nachhaltigen Holzindustrie im Land etabliert, das weit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Von Seiten der Holzindustrie Schweighofer bekennt man sich weiter zu diesem Programm und auch dazu dies ständig im Dialog mit NGOs und anderen Interessensgruppen weiter zu optimieren.

 

Hintergrundinformationen:

Schweighofer Maßnahmenpaket für nachhaltige Holzwirtschaft in Rumänien –
die wichtigsten Punkte

 

  • Holzindustrie Schweighofer zahlt einen Bonus von rund 2 € pro Festmeter FSC-zertifiziertes Rundholz. Um eine nachhaltige, den hohen FSC-Standards entsprechende Lieferkette in Rumänien zu etablieren, zahlt Holzindustrie Schweighofer einen Aufschlag für FSC-zertifiziertes Holz. Seit 2012 wurde die FSC-Zertifizierung in Rumänen mit rund 1,4 Mio. € gefördert.
  • GPS-Tracking bringt volle Transparenz in der Lieferkette
    Holzindustrie Schweighofer hat ein GPS-System in Rumänien (Timflow) implementiert. Dieses System geht weit über die gesetzmäßig vorgeschriebenen Maßnahmen hinaus. Jeder LKW, der Sägeholz in die Produktionsanlagen oder Holzsammelstellen von Holzindustrie Schweighofer liefert, ist mit einem GPS-Sender ausgestattet. Dieser dokumentiert die exakte Lieferroute und ermöglicht so eine genaue Rückverfolgung bis zum Ladepunkt. Die Daten sind öffentlich zugänglich: www.timflow.com.
  • Intensivierter Stakeholder Dialog
    Holzindustrie Schweighofer verbesserte und intensivierte während der vergangenen zwei Jahre den Dialog mit seinen Stakeholdern. Holzindustrie Schweighofer bekennt sich zu einem offenen und sachlich geführten Dialog mit NGOs und der Zivilgesellschaft. Gemeinsames Ziel ist es, die Nachhaltigkeit der Holzverarbeitung sicherzustellen und weiteres Optimierungspotential auszuloten.
  • Umfassendes Assessment: Audit durch renommierte Indufor Gruppe
    2016 unterzog Holzindustrie Schweighofer ihre internen Prozesse einer tiefgreifenden Analyse. Die unabhängige finnische Beratungsgesellschaft Indufor untersuchte die Prozesse von Holzindustrie Schweighofer und nahm die Lieferkette und Sägewerke vor Ort unter die Lupe. Das Ergebnis: Das Due Diligence System bei Holzindustrie Schweighofer geht weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und entspricht den Anforderungen der European Timber Regulation (EUTR), die das Inverkehrbringen legalen Holzes in der Europäischen Union regelt.
  • Strenge Kontrollen bei sensiblen Waldgebieten
    Holzindustrie Schweighofer hat ein landkarten-gestütztes Risikominimierungs-System entwickelt. Es basiert unter anderem auf einer von der Rumänischen Gesellschaft für Forstzertifizierung veröffentlichten Landkarte mit Regionen, die anfällig für unrechtmäßige Holzernten sind. Darüber hinaus werden Nationalparks und Urwälder berücksichtigt. Erwirbt Holzindustrie Schweighofer Holz aus diesen Gebieten oder aus Regionen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Urwäldern, gehen die Mitarbeiter des Unternehmens mit besonderer Sensibilität vor. Beispielsweise werden die Kerndokumente, welche für eine legale Ernte nötig sind (die amtliche Erntemengenfeststellung APV, das Frachtdokument „Aviz“ und der Waldbewirtschaftungsplan), mit erhöhter Aufmerksamkeit und Akribie auf Authentizität überprüft.
  • Compliance Team aufgestockt
    Ein gründlicher Due Diligence Prozess benötigt eine entsprechende Anzahl von Fachkräften. Holzindustrie Schweighofer verdoppelte sein Team für Compliance und Zertifizierungstätigkeiten in den letzten Monaten auf mittlerweile 16 Mitarbeiter.
  • Ausschluss oder Suspendierung von Lieferanten bei Nichteinhaltung der Schweighofer EinkaufspolicyLieferanten, die gegen die Einkaufspolitik von Holzindustrie Schweighofer verstoßen, werden aus der Lieferkette ausgeschlossen.
  • Holzindustrie Schweighofer akzeptiert kein Holz aus Nationalparks. Obwohl der rumänische Gesetzgeber Holzernten in so genannten Pufferzonen sowie Schadholzernten in Nationalparks erlaubt, akzeptiert Holzindustrie Schweighofer grundsätzlich keine Lieferungen aus Nationalparks.
  • Antikorruptions- und Compliance Trainings
    Für rumänische Mitarbeiter von Holzindustrie Schweighofer, insbesondere für jene, die im Einkauf tätig sind, gibt es regelmäßige Antikorruptions- und Compliance-Trainings.
  • Wiederaufforstungstätigkeiten
    Im September 2017 startete Holzindustrie Schweighofer gemeinsam mit der rumänischen Vereinigung der Waldverwalter (Association of Forest Administrators) und mit wissenschaftlicher Unterstützung der Universität Suceava das mehrjährige Aufforstungsprojekt „Tomorrow’s Forest/ Pădurea de Mâine“. Das Projekt zielt auf degradierte Waldflächen kleiner, privater Besitzer und Gemeinden ab. Mit diesem großangelegten Projekt möchte Holzindustrie Schweighofer zum Schutz und zur Regenerierung der rumänischen Wälder beitragen.
    Holzindustrie Schweighofer investiert in dieses Projekt rund EUR 1 Mio, rund eine Mio Bäume sollen bis 2024 gepflanzt werden.
  • ‚Open Doors – policy‘ für NGOs
    Entsprechend des Bekenntnisses zum Dialog mit NGOs öffnet Holzindustrie Schweighofer seine Tore für Nicht-Regierungsorganisationen. Nach entsprechender Registrierung bei der Compliance Abteilung des Unternehmens und der Unterzeichnung einer branchenüblichen Geheimhaltungserklärung hinsichtlich der eingesetzten Technologien können Vertreter von NGOs rund um die Uhr und unangemeldet Inspektionen in den Werken und Audits unserer Lieferkette durchführen.
  • Informationen auf www.schweighofer.at
    Holzindustrie Schweighofer bekennt sich zu einem transparenten und offenen Diskurs in der Öffentlichkeit. Auf seiner Website
    www.schweighofer.at/de/verantwortung.html möchte das Unternehmen einen Beitrag zu diesem Diskurs leisten und seine Anstrengungen im Sinne der Nachhaltigkeit darstellen.

 

Fotocredit: colourbox.de
Quelle: Pressemeldung Schweighofer Group vom 26.03.2018

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