Pappel

Wald

Pappel ist Baum des Jahres 2018

26. April 2018, 9:10

Köstinger: „Pappel ist ein schönes Zeichen für unsere Auwälder“

 

Am 25. April war der internationale Tag des Baumes und heuer ein Festtag der Pappel! Diese schnellst wachsende heimische Baumart – wurde vom Verein Kuratorium Wald und dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus zum Baum des Jahres 2018 gewählt.  Der Tag des Baumes wurde von der UNO 1951 ins Leben gerufen und soll die Bedeutung des Waldes als grüne Lunge und Ökosystem für die Menschen vor Augen führen. Aus diesem Anlass präsentierten Bundesministerin Elisabeth Köstinger und Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Verein Kuratorium Wald, die Pappel als Baum des Jahres. „Die Natur ist meine Heimat und mein Erholungsort in stressigen Zeiten. Wir müssen unsere Lebensräume schützen und die Pappel als Baum des Jahres ist ein schönes Zeichen für unsere Auwälder“, freut sich Bundesministerin Elisabeth Köstinger über die Pappel als Baum des Jahres.

 

Die Schwarzpappel als gefährdete Art – Auenlebensräume in Österreich

In Österreich gibt es drei heimische Pappelarten: Schwarz-, Silber- und Zitterpappel, sowie zwei Hybride, die Graupappel und die Kanadapappel. Die Pappel ist ein herausragender Baum: Sie wächst sehr schnell – die Zitterpappel etwa ist schon nach 60 Jahren ausgewachsen und erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern – und sie gilt als Pionierbaum. Pappeln sind für ökologisch wertvolle Lebensräume unverzichtbar, die Anwesenheit der Pappel kennzeichnet einen ökologisch wertvollen Auwald. Die Schwarz- und Silberpappel gelten als typische Charakterbäume der Auenlebensräume. Ursprünglich sollte die Schwarzpappel eine häufige Vertreterin in der europäischen Auenlandschaft sein. Die Realität zeichnet jedoch ein anderes Bild: „Die Schwarzpappel steht auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten, da es an natürlichem Lebensräumen, nämlich den Auwäldern mangelt“, so Köstinger und Heilingbrunner. Die Schwarzpappel benötigt natürliche Ereignisse, wie Überschwemmung oder Eisstöße, die immer wieder Pionierflächen schaffen. Diese Dynamik kann nur ein natürlicher Flusslauf bieten, ein Fluss, der mäandrieren und ausufern kann.

Das Nachhaltigkeitsministerium hat vor kurzem die Auenstrategie 2020+ erstellt. Diese wurde vom Ministerium und den neun Landeshauptleuten unterzeichnet und zielt beispielsweise darauf ab, die Verbindung zwischen Fließgewässern und Auen zu erhöhen. Dazu gehört auch, dass das Ziel „Renaturierung von Auen, insbesondere Wiederherstellung ihrer natürlichen Dynamik sowie eines auentypischen Wasser- und Feststoffhaushaltes unter Berücksichtigung der Lage im Einzugsgebiet“ dringend umzusetzen ist. Auch die zukünftige Flächensicherung von Auen durch verbindliche Instrumente wurde als Schwerpunkt definiert.  „Mit der Nominierung der Pappel zum Baum des Jahres 2018 möchte Bundesministerin Elisabeth Köstinger den Stellenwert des Auenschutzes besonders hervorheben. Es gibt viel zu tun – denn aus den Standortansprüchen der Pappel lässt sich dringende Handlungsnotwendigkeit ableiten“, so Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Kuratorium Wald.

 

Fotocredit: BMNT / Paul Gruber
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus

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