Forstwirtschaft

Multifunktionale Waldbewirtschaftung sichern

23. März 2015, 8:38

„Die nachhaltige Waldbewirtschaftung sichert Einkommen für die heimischen Familienforstbetriebe und den Zugang zum wertvollen Rohstoff Holz für die Gesellschaft“, unterstreicht Ök.-Rat Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich, die Bedeutung der Nutzwirkung des Waldes anlässlich des am 21. März bevorstehenden „Internationalen Tag des Waldes“.

Die multifunktionale Waldbewirtschaftung gewährleistet die Nutz-, Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungswirkung unserer Wälder. Das bedeutet, dass der Wald genutzt wird, um Holz zu produzieren, dabei aber auf seine Wirkungen als Erholungsraum, Erbringer von Wohlfahrtswirkungen wie sauberes Wasser, seine Schutzfunktion vor Naturgefahren oder die Erhaltung und Förderung der Biodiversität Rücksicht genommen wird. „Auf 54 Prozent der österreichischen Waldfläche, das sind rund 2,15 Millionen Hektar, wird diese verantwortungsvolle Aufgabe von Kleinwaldbesitzerinnen und Kleinwaldbesitzern wahrgenommen“, erklärt Rosenstatter.

„Wer den Wald unter einen Glassturz stellen und ihn nur zum CO2-Speicher degradieren will, hat die Vielfalt der Wirkungen nie erkannt, noch schlimmer, er gefährdet sie. Weitere Einschränkungen der Nutzung, entziehen der Gesellschaft den erneuerbaren Rohstoff Holz und gefährden darüber hinaus das Einkommen von über 142.000 Familienforstbetrieben“, stellt der Obmann klar. Rosenstatter weiter: „Mit einer Waldfläche von 3,99 Mio. Hektar, das sind 47,6 % der österreichischen Staatsfläche und einem Holzvorrat von 1,13 Mrd. Vorratsfestmeter (= Kubikmeter), stehen ausreichend Potenziale für die stoffliche und energetische Nutzung von Holz nachhaltig zur Verfügung.“

 

Digitale Schulmappe Rund um Wald und Holz

Eine fachlich fundierte Aus- und kontinuierliche Weiterbildung ist Grundlage der multifunktionalen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Angefangen beim Forstfacharbeiter, Forstwart und Forstwirtschaftsmeister, Förster und Forstakademiker, bis hin zu Weiterbildungsangeboten der Waldverbände und Landwirtschaftskammern sowie der forstlichen Ausbildungsstätten. Die Rahmenbedingungen für eine gut ausgebildete Folgegeneration sind besser denn je.

„Wir müssen schon unseren Kindern die Chancen, die Wald und Holz bieten, deutlich vor Augen führen. Mit der digitalen Schulmappe ‚Rund um Wald und Holz‘, einem Projekt des Waldverbandes Österreich in Kooperation mit dem Ländlichen Fortbildungsinstitut Österreich und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, bringen wir den Wald in die Klassenzimmer. Die Schulmappe wurde unter Einbeziehung einer Bildungsexpertin optimal an die Zielgruppe der vierten Klasse Volksschule angepasst. Neben Grundlageninformationen stehen auch zahlreiche Unterrichtsmaterialien ab Mai unter www.rundumwaldundholz.at kostenlos zum Download zur Verfügung. Die Unterlagen sollen als Basis für einen modernen und attraktiven Unterricht dienen“, informiert Rosenstatter abschließend.

 

 

Quelle: Waldverband Österreich, Pressemeldung vom 20.03.2015

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