Windenergie-Symposium

Energie

Windenergie-Symposium: Mehr Wind für die Klima- und Energiepolitik

15. März 2018, 13:31

Das österreichische Windenergie-Symposium zeigt die Wichtigkeit der Windenergie für den Klimaschutz und die Wirtschaft in Österreich

 

Am 14. und 15. März versammelt sich die österreichische Windbranche in der Aula der Wissenschaften. Stefan Rahmstorf vom Institut für Klimafolgenforschung in Potsdam berichtet zum Auftakt über den aktuellen Stand der Klimaforschung und zeigt die Dringlichkeit der Energiewende im Kampf gegen die Klimakrise auf. „Jetzt beginnt die Bewährungsprobe für das neu geschaffene Nachhaltigkeitsministerium“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt: „Derzeit sitzt Österreich bei den Verhandlungen für ein europäisches Ziel für Erneuerbare bis 2030 mit an entscheidender Stelle am Verhandlungstisch. Nach den eigenen hohen Zielen für Österreich sollte wohl auch für Europa ein hohes Ziel gefordert werden.“

Beim österreichischen Windenergie-Symposium AWES 2018 kommt an zwei Tagen die gesamte Windbrache aus Österreich zusammen, um die aktuelle Lage und die Notwendigkeiten für die Zukunft zu diskutieren. In der Keynote-Präsentation geht Stefan Rahmstorf vom Institut für Klimafolgenforschung in Potsdam auf die Klimakrise ein. Die Auswirkungen des Klimawandels werden immer deutlicher. Neue globale Temperaturrekorde, steigender Meeresspiegel und eine nicht abreißende Folge von Wetterextremen. „Mit jedem Tag, an dem wir der globalen Erwärmung tatenlos zusehen, wird es schwieriger und teurer, die Klimakrise noch aufzuhalten“, bemerkt Rahmstorf.

 

Nutzung der Windenergie ist aktiver Klimaschutz

Die Umstellung der Energieversorgung ist ein wesentlicher Hebel im Kampf gegen den Klimawandel, denn die Energieversorgung ist die größte Quelle der anthropogenen Treibhausgasemissionen. Durch die Sektorenkopplung wird die zukünftige Energiebereitstellung zum größten Teil über den Strom laufen, denn auch für den Transport-, Wärme- und Industriebereich wird Strom die Hauptenergiequelle darstellen. „Mit innovativen Hybridkonzepten und effizientesten Anlagen beweist die Windindustrie, dass die vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien technisch und wirtschaftlich machbar ist“, betont Nils de Baar Präsident von Vestas Northern & Central Europe und ergänzt: „Windenergie ist bei Neuinstallationen bereits heute die global wichtigste Stromerzeugungstechnologie. Die österreichische Windbranche hat daran mit rund einer Milliarde Euro Umsatz und über 4.500 Beschäftigen einen starken Anteil.“

 

Zukunftsweisende Politik ist gefragt

„Europa hat Orientierungsprobleme. So können sich viele Politiker derzeit schwer für die Energiewende begeistern und nicht einmal zum Beibehalten der derzeitigen Ausbaurate der erneuerbaren Energien durchringen“, so Moidl. Bei der Diskussion um die Ziele für Erneuerbare bis 2030 wären die vom EU-Rat vorgeschlagenen 27% nichts anderes als eine radikale Bremsung. „Für das Pariser Klimaabkommen wäre ein Ziel von 45% nötig“, bemerkt Moidl und ergänzt: „Die vom EU-Parlament geforderten ‚mindesten 35%’ sind daher das absolute Mindestmaß das in den politischen Verhandlungen herauskommen sollte.“ Österreich hat sich mit der Ankündigung bis 2030 bilanziell 100% erneuerbare Stromerzeugung haben zu wollen, wieder an die Spitze der europäischen Staaten gesetzt. „Als Weltmarktführer der Windbranche können wir diesen Weg voll unterstützen“, unterstreicht de Baar und bemerkt: „Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr bietet die Chance, die in Österreich angestrebte Energiewende auch in der Europäischen Union fortzusetzen. Wir wünschen uns ambitionierte Ziele und Verlässlichkeit nicht nur in Wien, sondern auch in Brüssel.“

 

Forschung und Entwicklung als wichtiger Standortfaktor

Österreich ist ein Hochtechnologieland. Auch in der Windbranche gibt es mehrere Firmen, die in ihrer Sparte sogar Weltmarktführer sind. Insgesamt sind rund 190 Firmen in der Windbranche für den Weltmarkt tätig und erwirtschaften einen Umsatz von mindestens 530 Millionen Euro.
„Hier sind die Initiativen des Klima- und Energiefonds für Forschung und Entwicklung wichtig, um die Branche in Österreich zu stärken“, bekräftigt Theresia Vogel vom Klima- und Energiefonds und ergänzt: „Der Klima- und Energiefonds hat unter anderem die letzte Potentialstudie für die österreichische Windkraft unterstützt. Derzeit wird in unserem Auftrag eine Studie zur Kleinwindkraft erstellt. Dieser Blick in die Zukunft ermöglicht wichtige Entwicklungsschritte.“

 

Österreichische Windkraft-Wirtschaft

2017 erzeugten in Österreich 1.260 Windräder mit einer Leistung von 2.844 MW rund 7 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr, das entspricht rund 11% des Stromverbrauchs. Damit sparen die Windräder in Österreich mehr als 4 Millionen Tonnen CO2 ein, das entspricht dem Ausstoß von 37% aller österreichischen PKWs. In den letzten sechs Jahren hat die Branche knapp 3 Milliarden Euro in den Windkraftausbau investiert. 2017 konnte die österreichische Windbranche 4.500 Personen einen Arbeitsplatz bieten.
Bei passenden Rahmenbedingungen in Österreich könnte die Windenergie mit einer Leistung von 7.400 MW und einer Windstrommenge von 23 Milliarden kWh mehr als ein Viertel des österreichischen Stromverbrauchs bereitstellen.

 

 

Fotocredit: Astrid Knie
Quelle: Pressemeldung IG Windkraft Österreich vom 14.03.2018

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