Holzbearbeitung

LIGNA 2017: Innovationenmesse in den Startlöchern

16. Februar 2017, 10:18
  • Gestiegene Internationalität, Ausstellerzahl und Fläche
  • Neues Flächenkonzept erfolgreich umgesetzt

 
Vom 22. bis zum 26. Mai 2017 trifft sich die Welt der Holzbe- und verarbeitenden Industrie auf der LIGNA in Hannover: Mehr als 1 500 Aussteller aus 45 Ländern und Fachbesucher aus rund 90 Ländern kommen auf dem Messegelände in Hannover zusammen. Damit ist die LIGNA der internationale Treffpunkt der Branche weltweit. In insgesamt zehn Hallen und auf dem Freigelände zeigen die Aussteller ihre gesamte Leistungsfähigkeit. Alle Weltmarktführer sind mit besonders repräsentativen Ständen vor Ort und präsentieren ihre Produkt- und Prozessneuheiten, dazu eine Reihe von Erstausstellern und Wiederkehrern. Das und nennenswerte Flächenvergrößerungen machen die LIGNA zu dem Innovationsgipfel der Branche.
 
In diesem Jahr gehen die Veranstalter Deutsche Messe und VDMA Holzbearbeitungsmaschinen mit einem neuen Flächenkonzept an den Start. „Das inhaltliche Konzept und vor allem die neue Aufplanung haben volle Zustimmung gefunden. Die konjunkturelle Lage in der Branche ist gut und bietet viele Marktchancen, die die LIGNA perfekt abbildet. Die Aussteller zeigen eine große Innovationsvielfalt rund um intelligente und vernetzte Fertigungssysteme sowie neue Konzepte und Ideen für die Wertschöpfungsnetzwerke der Holz be- und verarbeitenden Industrie“, sagte Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG, anlässlich der LIGNA-Preview in Hannover.
 
Innovative Werkzeuge, Maschinen und Anlagen für die Einzel- und Serienfertigung, Oberflächentechnik, Holzwerkstoffherstellung, Sägewerktechnik, Energie aus Holz, Maschinenkomponenten und Automatisierung sowie Forsttechnik werden im Mai dieses Jahres an fünf Tagen in Hannover gezeigt und bilden die Voraussetzung für einen erfolgreichen Weg in die Industrie-4.0-Welt. „Hier werden Lösungen und Anwendungen gezeigt sowie Netzwerke gebildet, die Erfolg versprechende Zukunftsperspektiven bieten – und zwar für die gesamte Holzbranche“, ergänzte Gruchow.
 
Im Mittelpunkt der LIGNA stehen intelligente Konzepte für die vernetzte Fertigung über einzelne Prozessschritte hinweg. Die gezeigten Lösungen versprechen Wachstum und Effizienz und zeigen nächste Schritte auf, um zum einen das Geschäft unabhängig von der Unternehmensgröße weiterzuentwickeln und zum anderen auch die im Markt zunehmend gefragte „Losgröße 1“ schnellstmöglich zu realisieren.
 
Die Internationalität der LIGNA ist einzigartig. Neben Deutschland zählen Italien, Österreich, Spanien, die Türkei, Dänemark, China, Schweden, die Schweiz und die Niederlande zu den Top-Ten-Ausstellernationen. Signifikante Flächenvergrößerungen kommen aus Italien, Österreich sowie Spanien. Auf einer Nettoausstellungsfläche von mehr als 122 000 Quadratmetern werden alle Prozess- und Produktinnovationen der Branche gezeigt.
 
Der neue Angebotsbereich „Maschinen, Anlagen und Werkzeuge für die Serien- und Einzelfertigung“ in den Hallen 11 bis 15 und 27 umfasst Maschinen für die Massivholzverarbeitung, Maschinen und Anlagen für die industrielle Herstellung von Möbeln und Maschinen und Handgeräte für die Einzelfertigung von Holz und Holzwerkstoffen. Dort präsentieren die Hersteller den Fachbesuchern auf kurzen Wegen ein umfassendes Technologie-Spektrum über alle Leistungsklassen hinweg. „Mit dem neuen Flächenkonzept haben wir der Entwicklung Rechnung getragen, dass sich in der Holzbearbeitung die eingesetzten Technologien zunehmend den Abläufen und Arbeitsweisen der Industrie anpassen. Technologien und Verfahren wachsen zusammen. Die LIGNA macht den innovativen Schub dieser Entwicklung erlebbar, denn die neue Struktur des Geländes sorgt für eine optimale Orientierung“, erläuterte Gruchow.
 
Der Oberflächenbereich bleibt in Halle 17, wird aber ein eigenständiger Ausstellungsbereich, was der zunehmenden Bedeutung innerhalb der LIGNA gerecht wird. „Im Bereich der Oberflächentechnik haben wir viele international bedeutende Erstaussteller gewinnen können sowie umfassende Flächenvergrößerungen namhafter Aussteller zu verzeichnen“, sagte Gruchow.
 
Ein weiterer Bereich wird zur LIGNA aufgrund seiner Bedeutung und Größe eigenständig – und zwar Maschinenkomponenten und Automatisierungstechnik in Halle 16, die ein höheres Tempo und bessere Präzision sowie verkürzte Zykluszeiten in der Produktion und einen größeren Aktionsradius versprechen. Dabei sind die vernetzte Fertigung und Automatisierung der treibende Faktor. Maschinen sind immer häufiger miteinander verbunden, der Einsatz von Robotern hat Einzug gehalten. Industrie 4.0 und die vernetzte Fertigung sind eine große Chance für alle Nischenanbieter und ihre Produkte, die für einen vernetzten Gesamtprozess notwendig sind. Automatisierung beschränkt sich nicht nur auf große Unternehmen, sondern ist auch für das Holzhandwerk interessant. Weltweit wächst der Bedarf an vernetzten und verketteten Lösungen. Vor allem im CNC-Segment ist ein starker Zuwachs in der Robotertechnik zu erwarten.
 
Die Holzwerkstoffherstellung und der Bereich Energie aus Holz in der Halle 26 sowie die Sägewerkstechnik in Halle 25 sind mit den Marktführern der Branche, Wiederkehrern und Erstausstellern vollständig ausgebucht.
 
Die Forsttechnik präsentiert sich im Freigelände und in den Pavillons unter dem EXPO-Dach mit einem neuen Gesicht. Die angepasste Flächenstruktur im Freigelände wird maßgeblich von den Schwerpunkten der Produktionskette vorgegeben. Mit einem Vorführgelände, Themenalleen, Aktionsflächen und dem Wood Industry Summit steht die Forsttechnik im Zentrum des Geschehens.
 
Neben der „Vernetzten Fertigung“ geht es auf der LIGNA 2017 um weitere Highlights wie Processing of Plastics and Composites, die den vielfältigen Einsatz von Holzbearbeitungsmaschinen zeigen, die LIGNA-Trainings für Tischler, Schreiner, Zimmerer und Montagebetriebe und den Wood Industry Summit. Der Wood Industry Summit zeichnet sich durch innovative Lösungen für Ernte- und Weiterverarbeitungstechnologien, Lösungsangebote für die Vernetzung der Verarbeitungsstufen sowie hochrangige internationale Delegationen aus.
 
„Die LIGNA fördert das Denken in neuen Netzwerken, die neuen technischen Möglichkeiten führen zu größerer Effizienz“, resümierte Gruchow.
 
Quelle: Deutsche Messe AG

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