Energie

Japanische Universität studiert das erfolgreiche Öko-Tourismus-Konzept des Schlosshotels Thannegg

3. Februar 2015, 16:26

Das Forschungsprojekt der Seinan Gakuin Universität/Japan hat das Ziel, die Zusammenhänge des umweltfreundlichen Handelns des Hotels und die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Gästeverhalten zu ergründen.

Den Japanern ist aufgefallen, dass das Schlosshotel Thannegg als Klimabündnisbetrieb mit dem ersten Umweltpreis des Landes, dem „energie globe award“ ausgezeichnet ist. Gleichzeitig befindet es sich 2014 gleich in drei tripadvisor-Kategorien unter den Top 25 der beliebtesten Hotels von Österreich und ist 2015 mit dem internationalen Holidaycheck-Award ausgezeichnet, lt. Holidaycheck zählt es damit zu den „beliebtesten Hotels weltweit“.

 

Was begründet diesen außergewöhnlichen Erfolg dieses kleinen österreichischen Hotels, von welchen allgemeinen Erkenntnissen kann daraus die japanische Hotelbranche profitieren?

Fragen von Frau Yuka Ueno an den Schlossherrn und Gastgeber Ernst Schrempf:

1) Welche besonderen Eigenschaften zeichnen Ihr Hotel als Öko-Hotel aus?
Es ist in erster Linie die vorbildliche Energieeffizienz, unser 20 „Gemächer“ großer Betrieb benötigt trotz meterdicker mittelalterlicher Steinmauern nur ca. 30 % des Energiebedarfes von vergleichbaren 4 Sterne-Hotels.

2) Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen, um ökologisch zu wirtschaften, und was
haben diese gebracht?

Wir verwenden alternative Energiequellen, wie eine Grundwasserwärmepumpe und Wärmerückgewinnungsanlagen. Mit der Restwärme aus dem „Grauwasser“ von Duschen, Bädern, Wäscherei sowie aus der Abwärme der Kühlanlagen wird bereits seit 20 Jahren frisches Brauchwasser erhitzt. Als Besonderheit wird die Körperwärme (je 100 W) der Gäste als Energielieferanten „ausgebeutet“. Das bewusst vorzügliche Essen aus unserer „Genuss-Küche“ löst bei den Gästen Glücksgefühle aus, sie danken es nachhaltig mit überdurchschnittlichen Leistungswerten. Der höhere Küchen-Wareneinsatz wird damit sehr gut kompensiert. (win-win Situation). Früher „verbrannten“ wir pro Jahr 25.000 Liter Heizöl, mit einer Emission von 60 t CO2. Das ist jetzt Geschichte.

3) Warum haben Sie sich entschieden, im Bereich Öko-Tourismus tätig zu sein?
Die Beschäftigung damit kam mit den sichtbar immer stärker werdenden globalen Umweltproblemen und dem Bedürfnis, mit allen möglichen Mitteln gegenzusteuern. Unsere Arbeit liegt nun darin, diese ökologischen Leistungen durch Vorträge und Führungen an unsere Gäste zu übermitteln und auch deren Umdenken anzuregen.

4) Mit welchen Problemen sehen Sie sich konfrontiert, als Hotel im Öko-Gewerbe?
Anfangs wegen der hohen Investitionen als „Ökofreak“ belächelt, haben wir jetzt nur
positive Probleme, da vor allem in der Zukunft ein umweltfreundliches Handeln immer mehr an Stellenwert gewinnt und von den Gästen hoch belohnt wird. Zusätzlich der ökonomische Effekt, welcher uns eine Einsparung der Energiekosten um mehr als 2/3 bringt.

5) Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? Wie wird sich Ihr Hotel in Bezug auf Öko in
den nächsten Jahren entwickeln?
Wir arbeiten derzeit an weiteren umweltfreundlichen Energiequellen, wie Photovoltaik, Stromspeicheranlagen und an einer e-Car-Tankstelle. Dazu am Ausbau und an einer intensiven Vernetzung mit der regionalen Öko-Infrastruktur. Wer einmal mit dem Thema Energieeffizienz begonnen hat und dabei die Anerkennung der Gäste spürt, ist bestrebt, daran weiter zu arbeiten.

6) Warum ist Öko-Tourismus in der Region Österreich so erfolgreich?
Es liegt an der intakten Umwelt, fast alle Gewässer haben Trinkwasserqualität. Durch die Verwendung von regionalen landwirtschaftlichen BIO-Produkten fördern wir unsere Heimat und geben unseren Gästen einen unbezahlbaren Urlaubs-Mehrwert an Gesundheit und Wohlbefinden.

 

 

Quelle: Hotel Schloss Thannegg, Pressemeldung vom 29.01.2015

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