Energieinnovation

Energie

Energiewende in der Industrie

29. Dezember 2017, 10:48

Oberösterreich und Steiermark sind Vorzeigeregionen für Energieinnovation

„Je intelligenter und effizienter wir mit Energie umgehen, desto erfolgreicher werden wir im internationalen Wettbewerb sein“, sagt Forschungs- und Energiereferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl. Daher wird bei der im heurigen Frühjahr beschlossenen Energiestrategie „Energie-Leitregion OÖ 2050“ die Verbesserung der Energieeffizienz noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Darüber hinaus soll auch der Anteil an erneuerbaren Energieträgern weiter gesteigert werden. Der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern im produzierenden Bereich trägt zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherheit bei. Besonders heimische Energietechnologie-Unternehmen profitieren schon davon.

Die Ziele der Energiestrategie „Energie-Leitregion OÖ 2050“ werden in konkreten Projekten des Innovationsverbundes „New Energy for Industry“ (NEFI) umgesetzt. NEFI ist eine F&E-Plattform und versteht sich als Industrieregion von produzierenden und energieintensiven Unternehmen mit einem besonderen Fokus auf Oberösterreich und Steiermark aufgrund der hohen Dichte produzierender Unternehmen, überdurchschnittlich hohem Energiebedarf und der Zielsetzungen der beiden Landesregierungen.

Oberösterreich stärkt damit sein Innovations-Ökosystem, indem sowohl Technologie zur Anwendung kommt als auch Energietechnologie entwickelt wird und die gesamte Wertschöpfungskette – von den Großunternehmen, den KMU, den Energietechnologieentwicklern bis zu den Energieplanern und Nutzern – verbunden wird. Ziel ist auch in bestimmten Segmenten Energietechnologie- und Innovationsführerschaft zu erreichen und international sichtbar zu sein.

 

Oberösterreich bei Energietechnologie im Spitzenfeld

In der Energietechnologie nimmt Oberösterreich schon jetzt eine internationale Spitzenposition ein: Mehr als die Hälfte aller innovativen Unternehmen in Oberösterreich haben im Zeitraum 2012 bis 2014 (letztverfügbare Daten) eine „Öko-Innovation“ umgesetzt. Als „Öko-Innovationen“ werden neue oder deutlich verbesserte Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, organisatorische Neuerungen sowie Marketinginnovationen bezeichnet, die positive Auswirkungen auf die Umwelt haben. Zu den wichtigsten Innovationszielen gehören die Senkung des Energieverbrauchs sowie die Ressourceneffizienz.

Für das Industriebundesland Oberösterreich ist vor allem der produzierende Sektor entscheidend. Das Projekt NEFI bringt in diesem Zusammenhang einen dreifachen Nutzen: 1. Der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Ressourcen sichert den Produktionsstandort Oberösterreich und die damit verbundene Wertschöpfung & Arbeitsplätze auch vor dem Hintergrund herausfordernder europäischer Klimaschutzziele langfristig ab. 2. Heimische Technologien, die im Zuge von NEFI (weiter-)entwickelt und im eigenen Bundesland eingesetzt werden, können in weiterer Folge auch auf dem Weltmarkt ausgerollt werden. 3. Aus der Zusammenarbeit von Wissenschaft, Technologieanbietern und Unternehmen entsteht ein Innovationsverbund, der den Weg zur Dekarbonisierung der Industrie weist.

 

Breite Beteiligung und zusätzliche Arbeitsplätze

Diese Leuchtturmprojekte, die in den produzierenden Unternehmen umgesetzt werden, dienen sowohl zur Bewusstseinsbildung als auch als Anschauungsbeispiele für interessierte Unternehmen. Ein großer Vorteil dieses Innovationsverbundes ist, dass nicht nur große Leitbetriebe, sondern auch innovative KMU in die Aktivitäten miteinbezogen werden und von den Forschungsergebnissen profitieren. Breit ist auch die Beteiligung nach Branchen: Lebensmittel, Maschinenbau, Chemie, Zement, Stahl und Kunststoff sind vertreten. Hinzu kommt ein positiver Beschäftigungseffekt: Jeder neue Beschäftigte in der Cleantech-Branche schafft nahezu zwei zusätzliche Arbeitsplätze in anderen Branchen.

 

Fotocredit: Land OÖ/Sabrina Liedl
Quelle: Pressemeldung Cleantech-Cluster Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH vom 20.12.2017

Energie

Crowd4Energy “PV Berglandmilch”

Erfolgreicher Start für ein weiteres Crowdinvesting-Projekt auf Crowd4Energy   Mit “PV Berglandmilch” ging am 9. Jänner eine weitere Crowdinvesting-Kampagne auf der Plattform Crowd4Energy an den Start. Es handelt sich dabei um eine Photovoltaik-Anlage auf Dachflächen der Produktionsgebäude an drei  [ weiterlesen ]

Umweltpolitik

Klimaschutz stärken, Naturerbe & Umweltstandards schützen

WWF-Generaldirektor Lambertini bei Bundespräsident Van der Bellen: Klimaschutz stärken, Naturerbe und Umweltstandards schützen   Arbeitsgespräch in Wien: WWF-Generaldirektor für ambitioniertes Klima- und Naturschutzprogramm – Naturräume sichern, Umweltstandards erhöhen – Zivilgesellschaft stärken   Der Generaldirektor von WWF International, Marco Lambertini,  [ weiterlesen ]

Management

Wechsel im Aufsichtsrat der Infineon Technologies AG

Wolfgang Mayrhuber legt sein Mandat als Vorsitzender des Aufsichtsrats nieder. Dr. Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG, zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen.   Wolfgang Mayrhuber hat die Mitglieder des Aufsichtsrats und den Vorstand der Infineon Technologies AG darüber  [ weiterlesen ]

Personalia

Handler ist neuer Geschäftsfeldleiter bei Allplan

DI DI Dr. Simon Handler ist neuer Geschäftsfeldleiter bei Allplan   Simon Handler wurde mit 1.1.2018 zum Geschäftsfeldleiter bei der ALLPLAN GmbH bestellt. Seit Beginn seiner Anstellung im Mai 2015 war Herr Handler bei der ALLPLAN mit der Leitung  [ weiterlesen ]

Luft

Vorläufige Feinstaubbilanz 2017

Die vorläufige Feinstaubbilanz des Umweltbundesamtes für das Jahr 2017 zeigt kein einheitliches Bild In den nördlichen Teilen Österreichs und im Süden wurde an deutlich mehr Tagen eine Feinstaubkonzentration (PM10) von mehr als 50 µg/m³ (Tagesmittelwert) als in den letzten  [ weiterlesen ]

Nachhaltigkeit

Neujahrsschmaus für Tiere in Schönbrunn

Am 9. Jänner, um 9.30 Uhr war es wieder so weit: Nachdem die 80 Jahre alte und 18 Meter hohe Salzburger Fichte – traditionell ein Geschenk der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) – sechs Wochen lang als hell erleuchteter Christbaum den  [ weiterlesen ]