Energiemanagement

Energie- und Ressourceneffizienz als Erfolgsfaktoren von morgen

4. November 2015, 13:08

Das diesjährige qualityaustria Umwelt- und Energieforum in Kooperation mit der UniCredit Bank Austria lockte am 8. Oktober 2015 mehr als 100 Vertreter aus Industrie, Energiebranche, Wirtschaft und Beratung ins UniCreditCenter Am Kaiserwasser in Wien. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen im Jahr des Inkrafttretens des Energieeffizienzgesetzes (EEffG) der praxisnahe Erfahrungsaustausch, Einblicke in internationale Entwicklungen sowie die Chancen und Vorteile von Umwelt- und Energiemanagementsystemen.

Von EEffG und ISO-Revision bis zu Klimaschutzverhandlungen

Hausherr und UniCredit Bank Austria CRO Jürgen Kullnigg ging in seiner Begrüßung darauf ein, dass gesellschaftliche Verantwortung für die Bank Austria seit vielen Jahren bedeute, mit natürlichen Ressourcen sorgsam umzugehen: „Unser zertifiziertes Umweltmanagementsystem ist ein wichtiger Aspekt in dieser Hinsicht. Energie effizient zu nutzen, ist dabei das Umweltthema der Zukunft schlechthin.“ Inwieweit das Umweltthema auch in Bezug auf Kreditentscheidungen eine Rolle spiele, sagte Kullnigg, dass eine Umweltrisikoprüfung im Rahmen des Kreditfinanzierungsprozesses schon seit vielen Jahren auf der Tagesordnung stehe.

Quality Austria CEO Konrad Scheiber hob in seiner Eröffnungsrede aktuelle Entwicklungen, wie die kürzlich veröffentlichte Umweltmanagementnorm ISO 14001:2015 oder die Meldefrist am 30. November für vom EEffG betroffene Unternehmen, hervor. Positive Signale für den Klimaschutz seien die Umwelt-Enzyklika des Papstes, aber auch Aussagen des Chefs der Internationalen Energieagentur, Fatih Biroh, dass in den nächsten Jahren das Einsparen von Öl weltweit DAS große Thema wird. Auch hätte Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber erst kürzlich mit der Schlagzeile „wenn wir Klimaschutz verschieben, wird das enorm teuer“ auf das Thema aufmerksam gemacht.

Ressourceneffizienz und Lebenswegbetrachtung

Wie Axel Dick, Quality Austria Prokurist Business Development Umwelt und Energie, in seinem Vortrag über die Chancen und Neuerung der ISO 14001:2015 betonte, spiele die neue Norm neben der ISO 50001 eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des EEffG. Sie fördere das umfassende Gesamtverständnis über die Organisation und schaffe damit den richtigen Rahmen für die Strategieentwicklung. Langfristiger Erfolg sei nur durch stärkere Integration der Umweltgesichtspunkte in die Geschäftsprozesse möglich: „Inzwischen haben alle erkannt, dass Material- und Ressourceneffizienz die Erfolgsfaktoren von morgen sind. Verschwendung kann sich keiner mehr leisten!“

Der Quality Austria Produktexperte für Umwelt und Energie, Wolfgang Hackenauer, führte die Zuhörer in seinem Vortrag auf eine Zeitreise und erinnerte an die Anfänge der Klimapolitik und Energieeffizienz am Nachhaltigkeitsgipfel in Rio im Jahr 1992. Energie- und Materialeffizienz zählten dann auch zu den 2007 vom Weltklimarat definierten acht Schlüsselstrategien. Ziel des EEffG sei es daher ebenfalls, die Ressourceneffizienz zu steigern und die Versorgungssicherheit in Österreich zu stärken.

Energiemanagement als Chefsache, Bewusstseinsbildung bei Mitarbeitern

Den Abschluss des ersten Teils des Forums bildete eine Podiumsdiskussion, die sich dem Thema „Leadership ist gefragt – warum ist Energieeffizienz Chefsache?“ widmete. Günter Eichhübl – Geschäftsführer Traktionssysteme Austria GmbH, Martin Krammer – Geschäftsführer SANTESIS Technisches Gebäudemanagement & Service GmbH, Vorstandsdirektor Jürgen Kullnigg – CRO UniCredit Bank Austria AG und Johann Pluy, Geschäftsbereichsleiter Bahnsysteme – ÖBB Infrastruktur AG, sprachen über die Vorbildwirkung des Managements bei der Umsetzung von internen Maßnahmen.

Wie Eichhübl betonte, gehe die Einführung von Energiesparmaßnahmen nicht ohne Aufwand einher – es sei daher ein Renditemodell, bei dem die Geschäftsführung mitreden müsse. Auch stünde zu Beginn eine Botschaft, die von der Chefetage kommen müsse. Laut Krammer sei gesellschaftliche Verantwortung einerseits eine politische, ndererseits eine strategische Entscheidung, die daher Chefsache sei.

Praxiseinblicke und Einsparungspotenziale

Den Vormittag beschlossen Vorträge von Joachim Kircher, Senior Manager der denkstatt GmbH, und Peter Sattler, Geschäftsführer und Leiter Energiemanagement der sattler energie consulting gmbH, die über praktische Erfahrungen aus dem EEffG und Erfolgspotentiale von Energieaudits sprachen. Kircher stellte den betrieblichen Nutzen eines Energiemanagementsystems aus der Beratungsperspektive anhand von praktischen Beispielen aus dem Einzelhandel, der Hotellerie, der Getränkeindustrie und dem Bankbereich dar. Wie die Praxis zeige, sei der Gesamtnutzen eines Managementsystems um den Faktor 2 bis 3 höher als die Gesamtkosten.

Schlussfolgerungen des 2. qualityaustria Umwelt- und Energieforums

Am Ende der Veranstaltung fasste Moderator Axel Dick die wichtigsten Punkte des Tages wie folgt zusammen: „Egal, ob Berater oder Anwender der Managementsystemnormen – alle betonten klar den nachhaltigen Nutzen eines zertifizierten Managementsystems gegenüber einem externen Audit.“ Unternehmen, die sich heuer aufgrund von Ressourcenknappheit auf das Energieaudit konzentriert haben, seien daher gut beraten, hier entsprechende Strukturen und Prozesse zur nachhaltigen Umsetzung zu schaffen. Die Managementsysteme seien auch die wirkvolleren Instrumente um die „2020 Ziele“ zu erreichen. Erfolgsfaktor bei der Umsetzung: „Nehmen Sie die Mitarbeiter frühzeitig mit, denn sie sind der Schlüssel zum Erfolg!“, schloss Dick.

Details zu den Reden und Kernaussagen lesen Sie im nächsten Magazin Q1, Ausgabe Nr. 6/2015 (erscheint am 14.12.2015)

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