DMX Austria

Veranstaltung

DMX Austria 2017: „Next Steps der Digitalisierung“

12. Juni 2017, 10:26

Noch näher am Kunden mit konkreten Hilfestellungen – dies war die Intention der 8. DMX Austria, die am 31. Mai und 1. Juni im Austria Center Vienna stattfand. Die Fachmesse für Digital Marketing, E-Commerce und erstmals auch IT wurde bewusst verkleinert und richtete sich damit direkt an Besucher, die auf der Suche nach konkreten Hilfestellungen waren.
 

Zwei Tage, 80 nationale und internationale Aussteller, 1.270 Besucher – dies sind die Zahlen der 8. DMX Austria. Projektleiter Thomas Hecht zieht eine positive Bilanz: „Die Messe im verkleinerten Rahmen bringt den Vorteil mit sich, besonders kundenspezifisch agieren zu können. So entsteht ein besserer Kontakt mit wahren Interessenten, die konkrete Hilfe für die Next Steps der Digitalisierung suchen. Im Unterschied zu einem Kongress wollen wir nicht gemütlich sein und nur darüber reden, sondern die Österreicher ermutigen, aktiv den Weg in die Digitalisierung zu gehen.“
 

Rahmenprogramm mit Branchengrößen

Gemeinsam mit Partnern wie dem DMVÖ und der FH St. Pölten konnte ein umfangreiches Rahmenprogramm zu verschiedensten Aspekten der Digitalisierung geboten werden. Besonders großen Anklang fand die Podiumsdiskussion zum Thema EU-Datenschutz-Grundverordnung, bei der die Experten Alexandra Vetrovsky-Brychta (Geschäftsführerin Purpur Media), Martin Wilfing (Geschäftsführer DMVÖ), Jürgen Polterauer (Geschäftsführer Dialogschmiede) und Anton Jenzer (Präsident DMVÖ, Geschäftsführer VSG Direkt und digiDruck) über die Vor- und Nachteile sowie die Herausforderungen und Chancen der ab 25. Mai 2018 in Kraft tretenden neuen Regelungen diskutierten.
 

„Es geht um H2H Kommunikation“

Ein weiteres Highlight war die Keynote von Stefan Gröner (Strategieberater, Change-Manager und Vortragsredner). In seinem Vortrag „Kommunikation in den Zeiten von Snapchat, Instagram & Co. – Wie man heute junge Zielgruppen erreicht“ ging Gröner auf die Trends und Gefahren für Unternehmen bei der Kommunikation mit jungen Menschen, vor allem über Social Media Kanäle, ein. Das Fazit: Man brauche Inhalte, die die Leute von sich aus gut fänden. Dabei gehe es nicht um B2C oder B2B sondern um H2H (human to human) Kommunikation. Peter Gentsch (Gründer und Teilhaber BIG Social Media) hielt die zweite Keynote und sprach über „Algorithmics – Automation – Artificial Intelligence: Game Changer für das E-Business“. Gentsch beschrieb ein mögliches Zukunftsszenario für Unternehmen, in dem sie nur noch aufgrund von Algorithmen Firmenentscheidungen treffen würden. „Die Kunst wird es sein, eine Balance zu finden, zwischen menschlicher Interaktion und dem Einsatz von Bots“; so Gentsch.
 

„Unser Gehirn ist paranoid“

Die dritte Keynote der Fachmesse wurde von Thrillerautor, Speaker, Berater und Dozent Veit Etzold gehalten. In seinem Vortrag „Digital Storytelling – Content-Marketing für die Märkte von Morgen“ beschrieb Etzold das menschliche Hirn als paranoid, das vor 70.000 Jahren das letzte „Update“ bekam und immer vom Schlimmsten ausgehe. Darum müssten auch alle großen Geschichten einen Umweg über das Negative machen bevor sie zum Happy End kommen. „Eine Welt, die nicht negativ ist, wird von unserem Gehirn nicht für voll genommen. Ohne Schurken verkauft man eine Lösung ohne Problem“, erklärte Etzold.
 

Was nicht gepostet wurde, ist nicht passiert

Auch in anderen Programmpunkten der Fachmesse ging es um das Thema Storytelling. Leopold Grübl (Strategy Director Mindshare) zeigte beim Campus Talk DMX (präsentiert von der FH St. Pölten), wie man aus Big Data Smart Data machen kann und wie diese Insights in die Kampagnen-Konzeption und Distribution einfließen. Eva Mandl (Geschäftsführerin Himmelhoch) sprach im Fachvortrag „Facts tell, Stories Sell – Content, Storytelling und PR“ über inspirierende Momente in erfolgreicher PR und gab konkrete Tipps, wie Aufmerksamkeit auf ein Unternehmen gelenkt werden kann.
 

Rund um die Digitalisierung

Zahlreiche Fachvorträge beschäftigten sich mit unterschiedlichsten Aspekten der Digitalisierung. Tibor Bauer (Geschäftsführer Affilex by ONLINE UNITED) sprach über „Affiliate Marketing – Effektive Onlinewerbung auf CPO-Basis“, Philipp Brummund (Global Account Manager Destination Germany Spring Global Delivery Solutions) hielt den Vortrag „Mit Katalogen und Mailings bei Kunden in Deutschland gut ankommen“. Michael Katzlberger (Geschäftsführer TUNNEL23 Werbeagentur) sprach über „Künstliche Intelligenz in der Werbung“, Ferdinand Willburger (Key Account Manager Testbirds) und Franziska Ruhm (COO ComfyLight) hielten einen Doppelvortrag über „IoT-Testing: Qualität und Usability auf dem Prüfstand“.
 
Im Vortrag von Rudolf Amer (Prokurist & Country Manager Austria Concardis) ging es um die „Entwicklung der Zahlungsmethoden im E-Commerce. Eine Podiumsdiskussion mit Franz Schopf (Vertriebsleiter Werbepost & International Österreichische POST AG), Thomas Schwabl (Gründer und Geschäftsführer Marketagent.com), Rainer Will (Geschäftsführer HANDELSVERBAND) und Matthias Zacek (Industry Head Google Austria) hatte das Thema „Expedition Kunde: Die Customer Journey Studie 2017 von Google, Post und Handelsverband“. Im Anschluss daran hielt Mikhail Konstantinov (selbstständiger Berater) einen Fachvortrag zum Thema: „Variable Delivery Time Slots in E-grocery and Home Delivery Service“.
 

Digitale [R]Evolution

Am zweiten Tag der Veranstaltung eröffneten Rosa Hafezi (Legal Consulting and Certification) und Alexander Zeh (Engineering Manager, beide eco – Verband der Internetwirtschaft) das Rahmenprogramm mit einem Vortrag über „E-Mail-Marketing: Wie Ihre E-Mails sicher ans Ziel kommen“. Im Anschluss sprach Oliver Feldkircher (Geschäftsführer digiPULS) über die „Digitale [R]Evolution – Eine Reise in die Zukunft“. Cosima Serban (Leiterin Performance Team Performics) und Niklas Wiesauer (Manager Invention Team Mindshare) präsentierten gemeinsam „Best of Digital: iab webAD Media Kampagnen“.
 

In einem Impulsvortrag sprach Jiří Šiklar (Managing Director CEE Meltwater) über „Das Big Data Potenzial: Die Bedeutung von Daten für Marketing und Kommunikation“. Den Abschluss der beiden Messetage machte Maximilian Nedjelik (Geschäftsführer baningo) mit seinem Vortrag „Digitalisierung in der Finanzbranche – das Ende der persönlichen Beratung?“
 

Informatives Get-together

Neben den Fachvorträgen gab es auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit zum interaktiven Austausch am Meeting Point. Sie alle wurden von der FH St. Pölten präsentiert und behandelten unterschiedliche Lösungsansätze der Digitalisierungs-Herausforderungen von verschiedensten Unternehmen, wie zum Beispiel ÖBB, Ötztal Tourismus, twyn group und Internorm.
 

Foto: vlnr Wilfing, Polterauer, Vetrovsky, Brychta, Jenzer
Fotocredit: © børding messe/Marko Kovic
Quelle: Pressemeldung DMX Austria von 08.06.2017

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