Branchen

Digitalisierung revolutioniert Einkaufsprozesse der Unternehmen

9. März 2017, 10:13

Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Beschaffungsprozesse der Wirtschaft. Während operative Abläufe beim Einkauf der KMU zunehmend automatisiert werden, erhalten die verantwortlichen Fachkräfte stärker eine strategische Position. Wie eine Umfrage des führenden Online-B2B-Marktplatzes „Wer liefert was“ in Österreich, der Schweiz und Deutschland zeigt, wird die Rolle der Einkaufsverantwortlichen der KMU zunehmend wichtiger, wenn es darum geht, Wettbewerbsfähigkeit, Qualität und damit den Unternehmenserfolg dauerhaft zu gewährleisten. „Wer liefert was“ hat auf den eigenen länderspezifischen Marktplätzen des DACH-Raumes 1.174 User zu den Einkaufs-Trends der Unternehmen befragt.
 
27.9 Prozent der Befragten gaben an, ihre Beschaffungstätigkeit sei rückblickend deutlich strategischer geworden. Gleichzeitig sind 25.3 Prozent der Meinung, der Arbeitsbereich sei digitaler geworden. Nur 10.9 Prozent der Befragten nehmen ihren Aufgabenbereich heute als operativer wahr als in der Vergangenheit. „Wir befinden uns mitten in der größten Veränderung seit der industriellen Revolution. Das Ergebnis zeigt, dass die KMU der DACH-Region nicht stillstehen – das ist gut und notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands aufrecht zu erhalten“, sagt Peter F. Schmid, CEO von „Wer liefert was“. „Der strategische Ansatz in Kombination mit dem Aufbau digitaler Kompetenz ist der richtige Weg.“
 
Beschaffungsbereich teilweise Treiber der Digitalisierung
Wenn es um die Rolle des Einkaufs bei der Strategieentwicklung von Industrie 4.0-Lösungen geht, bilden sich zwei interessante Fronten: 23.5 Prozent der Befragten geben an, dass der Unternehmensbereich Beschaffung aktiv an der Gestaltung solcher Lösungen mitwirkt, 15 Prozent behaupten sogar, der Einkauf sei hier der wichtigste Treiber. Auf der anderen Seite geben 22 Prozent an, dass ihr Unternehmen keine Strategien hinsichtlich Industrie 4.0 entwickelt. „Es ist wichtig und sinnvoll, den Einkauf in den Strategieprozess bezüglich der Digitalisierung des Unternehmens mit einzubeziehen. Dass allerdings mehr als ein Fünftel der befragten Unternehmen keine Strategie für den aktuellen Umbruch entwickelt, ist erschreckend. Damit gefährden diese Unternehmen das eigene Überleben und damit Know-how und Arbeitsplätze“, so Peter F. Schmid. Auch Bereiche, die auf den ersten Blick weniger Berührungspunkte mit der Industrie 4.0 hätten, wie der Einzel- und Großhandel (19.6 Prozent der Umfrageteilnehmer sind Einkäufer aus dem Einzel- und Großhandel), könnten von der Integration digitaler Prozesse profitieren, klärt Schmid auf, zum Beispiel in der Logistik. „Generell gilt: Die Digitalisierung betrifft alle Unternehmensbereiche. Entscheidend wird sein, wie es die KMU schaffen, die Möglichkeiten der Digitalisierung für sich selbst zu nutzen und dadurch die eigenen Märkte für Beschaffung und vor allem Vertrieb zu vergrößern.“
 
Strategische Partnerschaften mit Lieferanten zunehmend wichtiger
Werfen die Befragten einen Blick in die Zukunft, glaubt mehr als jeder dritte Einkäufer (31.7 Prozent), dass gerade strategische Partnerschaften mit Lieferanten zunehmend an Bedeutung gewinnen werden. Gleichzeitig gehen 16.1 Prozent davon aus, dass der persönliche Kontakt zu Lieferanten durch die Digitalisierung abnehmen wird. Schließlich können operative Einkaufsprozesse heute nahezu komplett mithilfe neuer Technologien und E-Lösungen abgewickelt werden. Da drängt sich die Frage auf, ob die Position des Einkäufers im operativen Geschäft in den KMU ein Auslaufmodell ist? Dieser Meinung sind 8.3 Prozent der Befragten – und geben an, dass die Digitalisierung den rein operativ tätigen Einkäufer langfristig überflüssig machen wird. „Die Digitalisierung führt dazu, dass sich das Anforderungsprofil der klassischen Einkaufsfunktion verändert. Datenabgleiche und digitale Kompetenz werden zunehmend gefordert sein und führen zu einer gestiegenen Bedeutung der Rolle des Einkäufers einerseits, aber auch zu einem gestiegenen Bedarf an ständiger Weiterbildung“, sagt Peter F. Schmid.
 
Einkäufer wird zum Schnittstellenmanager – Qualifikationen im digitalen Bereich gefragt
Dass sich aufgrund des strukturellen Wandels im Beschaffungswesen auch das Berufsbild des zukünftigen Einkäufers grundlegend verändern, er zum strategischen Schnittstellenmanager wird, sehen auch die Einkäufer so. Für 23 Prozent der Befragten muss der Einkauf-Nachwuchs daher zunehmend digitaler und internationaler qualifiziert sein. Gleichzeitig sehen immer mehr Einkäufer das Internet als enorme Chance für den Bereich Beschaffung.
 
Quelle: Wer liefert was

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