Bevölkerung

Energie

Bevölkerung an erneuerbaren Energien interessiert

4. Januar 2018, 11:39

Klima- und Energiefonds: Laut Studie 65 Prozent der Bevölkerung an erneuerbaren Energien interessiert

„Bürgerdialog.Energiezukunft“ analysierte Wissen zu neuen Energietechnologien unter 1.009 Befragten

 

Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Energiewende in der heimischen Bevölkerung zu schaffen ist für den Klima- und Energiefonds ein zentrales Anliegen. Laut einer von marketmind Ende 2016 bis ins Frühjahr 2017 durchgeführten Studie unter 1.009 Probanden sind bereits knapp zwei Drittel der ÖsterreicherInnen an erneuerbaren Energien interessiert. Ziel des „Bürgerdialog.Energiezukunft.“ war eine aktive Einbindung von BürgerInnen zum Thema innovative Energietechnologien. Denn letztere lassen sich erst effektiv nutzen, wenn dafür Akzeptanz in der Bevölkerung vorhanden ist.

Geschäftsführerin Theresia Vogel: „Die Energiewende kann nur mithilfe der Bürgerinnen und Bürger gelingen. Daher liegt dem Klima- und Energiefonds die Einbindung der Bevölkerung zu diesem Thema besonders am Herzen. Denn schließlich sind es wir alle, die technologische Innovationen nutzen.“

 

Interesse an erneuerbaren Energien groß

65 Prozent der Befragten sind der Studie zufolge an erneuerbaren Energien interessiert und bewerten diese deutlich positiver als herkömmliche. Am bekanntesten sind Sonnenenergie (96 Prozent), Wasser- (96 Prozent) und Windkraft (95 Prozent). Eher unbekannt sind Wärmepumpen (drei Prozent).

Wir wollen mit dem Bürgerdialog Wissenslücken schließen, um letztlich eine breite Akzeptanz für neue Energieformen zu schaffen“, so Vogel zum Hintergrund der Studie.

Groß geschrieben werden hierzulande Energieeffizienz und Energiesparen: Knapp jede/r Neunte/r hat in den vergangenen sechs Monaten aktiv Energie gespart – wobei es große Unterschiede zwischen dem Verhalten zuhause und am Arbeitsplatz gibt: So wurden elektronische Geräte in den eigenen vier Wänden zu 65 Prozent ausgeschaltet anstatt im Standby-Modus belassen. In der Arbeit wurde lediglich von zwei Prozent der Befragten aktiv darauf geachtet.

Große Wissenslücken bestehen laut Studie hinsichtlich neuer Energien wie zum Beispiel Wasserstoff. Diese Entwicklung wird sogar von einem Viertel der Bevölkerung mit negativen Eigenschaften assoziiert. Dazu zählen etwa Brand- und Explosionsgefahr sowie aufwendige und teure Herstellung. Aufholbedarf herrscht auch, wenn es um den Bekanntheitsgrad von Erfolgen der heimischen Industrie im Bereich innovativer Energietechnologien geht.

Generell betrachtet sind hohe Kosten und fehlendes Wissen die Hauptbarrieren für die Anschaffung und den Betrieb von Elektroautos, Photovoltaikanlagen oder Solarthermie. Dem gilt es künftig entgegenzuwirken.

Daher wurden im zweiten Teil der Studie in Ko-Kreation-Workshops mit BürgerInnen und ExpertInnen geeignete Maßnahmen erarbeitet. Vorgeschlagen wurden Initiativen, die gemeinsam mit der öffentlichen Hand, den Kommunen und Unternehmen durchgeführt werden sollen. Beispiele sind Infoabende, konkrete Investitionen mit Vorbildcharakter wie LED-Straßenbeleuchtung oder der Betrieb von Öffis mit erneuerbaren Energien, sowie Wissensvermittlung über (lokale) Medien, in Schulen, an Gemeinden im Rahmen von „Tag der offenen Türe“.

Bürgerdialog.Energiezukunft.

Die vom Klima- und Energiefonds beauftragte Studie gliedert sich in zwei Teile: In einem ersten Schritt wurde eine repräsentative Befragung unter 1.009 ÖsterreicherInnen im Alter von 15 bis 65 Jahren durchgeführt. Der Fokus lag auf der Erhebung von bestehendem Wissen zu innovativen Energietechnologien und deren Akzeptanz in der Bevölkerung. Im zweiten Schritt wurden Ko-Kreation-Workshops mit BürgerInnen und ExpertInnen in Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck abgehalten. Die TeilnehmerInnen sollten sich aktiv mit den Chancen und Barrieren von erneuerbaren Energien auseinandersetzen und Vorschläge für gezielte Maßnahmen erarbeiten.

Weiterführende Informationen zum „Bürgerdialog.Energiezukunft.“ 

Fotocredit: colourbox.de
Quelle: Pressemeldung Klima- und Energiefonds vom 27.12.2017

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