GHC1605 LWA Kartoffel Qualität

Kartoffel

„Beste Kartoffelqualität“

28. Juli 2016, 12:38

18.000 Kroketten in der Stunde, 50 Millionen Kilogramm Pommes Frites im Jahr – in der Produktionsstelle der LWM Austria in Hollabrunn stehen die Maschinen kaum einen Tag still. Und das hat einen Grund: Fast 50 Kilogramm Kartoffeln isst der Österreicher durchschnittlich im Jahr. Kroketten, Erdäpfelrösti oder Pommes Frites – die kleine Knolle ist beliebt. Doch, woher kommen all diese Kartoffeln eigentlich?

Artikel aus Ausgabe 5/2016 – hier geht es direkt zur Heftbestellung!

Vierundzwanzig Stunden, sechs Tage pro Woche. Die Maschinen der LWM Austria (Lamb Weston/ Meijer) kommen selten zur Ruhe – schließlich werden hier, am Standort Hollabrunn, rund 18.000 Kilogramm Kartoffeln pro Stunde verarbeitet; 100.000 Tonnen sind es pro Jahr.

Damit ganzjährig, also auch neben der Erntesaison gearbeitet werden kann, müssen die Kartoffeln den Winter über zwischengelagert werden – eine logistische Herausforderung, bei solchen Mengen! Direkt beim Bauern und in Lagerhäusern wird etwa die Hälfte der Kartoffeln aufbewahrt, 25.000 Tonnen warten im hausinternen Lager auf ihre Verarbeitung. Und die übrigen 25.000 Tonnen? Die wandern während der Erntesaison, von Ende Juni bis November, direkt vom Feld in die Maschinen – und werden zu Kartoffelsalat, Germknödeln, Suppeneinlagen, Rösti – oder den vielgeliebten Pommes Frites.

Regionalität zählt

Fast alle verarbeiteten Kartoffeln, Erdäpfel oder Grundbirnen – an Bezeichnungen für die Knolle mangelt es der österreichischen Sprache nicht – stammen aus dem Wienviertel, dem Marchfeld oder aus dem Burgenland. Es sind rund 250 heimische Bauern, die die Produktion laufend mit Ware versorgen. Regionalität spielt dabei eine große Rolle: „Kurze Transportwege sind uns wichtig! Außerdem ist es gut zu wissen, woher die Kartoffeln kommen“, erklärt Gerhard Bauernfeind, Geschäftsführer der LWM Austria GmbH. Denn auch auf den engen Kontakt zu seinen Landwirten legt er großen Wert. Er ist sich sicher: „Gute Produkte brauchen gute Rohstoffe – und die wiederum kommen von unseren vielen langjährigen Partnern.“ Ganz besonders schätzt er das Engagement der Landwirte: „Dank ihrer langjährigen Erfahrung und der sorgfältigen Bewirtschaftung der Felder holen unsere Bauern das Beste aus jeder einzelnen Kartoffel heraus.“

Nur das Beste

Doch die Anforderungen an die Landwirte sind hoch. Nur besonders gute Kartoffeln werden bei Lamb Weston weiterverarbeitet. Ausschlaggebend sind dabei zwei Kriterien: Die Größe einerseits – in die Pommes Frites Produktion gelangen nur Kartoffeln, die größer als 40 Millimeter sind. Untergrößen werden unter anderem zu Rösti – im Kartoffeljargon als ‚choppped&formed‘ bezeichnet – verarbeitet. Qualitätskriterium zwei ist der Zustand und das Aussehen der Kartoffel. „Blaue Flecken“ entstehen zum Beispiel durch Stöße in veralteten Erntemaschinen, Risse in der Schale können durch Wachstumsstörungen auftreten. Diese Kartoffeln müssen aussortiert werden. Die Fresstellen hungriger Schnellkäfer-Larven mindern ebenso die Qualität – und damit die verfügbare Menge.

Die Qualitätskontrolle der angelieferten Kartoffeln erfolgt Stichprobenartig: Pro fünfundzwanzig Tonnen wird ein Muster von fünfundzwanzig Kilo Kartoffeln gezogen. In einer internen Qualitätsprüfung werden diese dann mit Punkten von null bis hundert bewertet. Diese Bewertung ist auch die Grundlage, für die jährliche Prämierung der „Besten Kartoffelqualität“.

Je höher die Punktezahl und damit die Qualität der Kartoffeln, umso größer ist die Chance für den Bauern beziehungsweise  seine Kartoffeln, mit dem Prädikat ‚Beste Kartoffelqualität‘ ausgezeichnet zu werden. Denn, so Bauernfeind, „ohne unsere Landwirte könnten wir nicht die Qualität anbieten, die wir haben.“ Einmal pro Jahr findet eine feierliche Urkundenverleihung statt, in der LWM Austria seine Wertschätzung für die Produzenten beweist. „Die Prämierung ist ein Dankeschön an unsere Bauern“, meint Bauernfeind.

Wer hat die schönste Knolle im Land?

Die letzte Prämierung fand im Juni statt. Sieben heimische Landwirte wurden dabei für ihre besonders guten und schönen Kartoffeln aus der Ernte 2015 ausgezeichnet. Für jede Kartoffelsorte einer. Als Sieger behaupten konnten sich unter anderen die ‚Umatilla‘ Kartoffeln von Matthias Lahner aus Obersiebenbrunn, die ‚Challenger‘-Kartoffel von August Doppler aus Schranawand oder die Sorte ‚Markies‘ von Rita & Herbert Thullner aus Andau. „Beachtlich ist dabei, dass alle Sieger heuer die 90-Punkte-Bewertung knackten – trotz Hitze und Trockenheit, die die Quailtät beeinträchtigt haben. Das spricht für eine ausgezeichnete Qualität aller unserer Sorten!“, freut Bauernfeind sich.

Der kommenden Erntesaison, die mit Juli beginnt, sieht Bauernfeind optimistisch entgegen: Prophezeite zwanzig bis dreißig Grad, sowie gleichmäßiger Niederschlag wären optimale Bedingungen für einhundert-Punkte Kartoffeln…

Agria

Die Agria-Kartoffel zeichnet sich besonders durch ihre prägnante gelbe Farbe aus. Sie ist eine sehr traditionelle Sorte, die wegen ihres intensiven, kartoffeligen Geschmacks und der schönen Farbe gerade in Österreich sehr beliebt ist.

Umatilla

Einzigartig an der Umatilla-Knolle ist ihre reine, weiße Farbe. Der Geschmack der Kartoffel ist dabei sehr mild. Ursprünglich stammt die Umatilla von der amerikanischen Russet Burbank Sorte ab, die durch ihre Weißfleischigkeit bekannt wurde.

Innovator

Eine der wichtigsten Sorten in Österreich neben Umatilla und Agria ist die Innovator: Ihre Färbung ist mittelgelb, der Geschmack leicht kartoffelig. Gemeinsam mit der Umatilla ist die Innovator am besten für die Herstellung von Pommes Frites geeignet.

Von Chef zu Chef

Von Chef zu Chef im UKH Meidling

Dietmar Berger im Gespräch mit Helmut Urban, dem Küchenchef und Manager der Zentralküche im UKH-Meidling.  [ weiterlesen ]

VERLEIHUNG

Verleihung des Berufstitels „Kommerzialrat“ an Christof Kastner

Innovationen sind der natürliche Motor des Biermarktes und werden in der Brau Union Österreich strategisch gesteuert. Viele der Getränkeneuheiten wurden bereits ausgezeichnet. Um am dynamischen Biermarkt bestehen und der schnelllebigen Marktentwicklung Rechnung tragen zu können, ist es wichtig, rasch  [ weiterlesen ]

WEITERBILDUNG

Von der Küchenhilfe zum Koch in 15 Monaten

Innovationen sind der natürliche Motor des Biermarktes und werden in der Brau Union Österreich strategisch gesteuert. Viele der Getränkeneuheiten wurden bereits ausgezeichnet. Um am dynamischen Biermarkt bestehen und der schnelllebigen Marktentwicklung Rechnung tragen zu können, ist es wichtig, rasch  [ weiterlesen ]

BIER

Ausgezeichnete Innovationen – der Motor der Brau Union Österreich

Innovationen sind der natürliche Motor des Biermarktes und werden in der Brau Union Österreich strategisch gesteuert. Viele der Getränkeneuheiten wurden bereits ausgezeichnet. Um am dynamischen Biermarkt bestehen und der schnelllebigen Marktentwicklung Rechnung tragen zu können, ist es wichtig, rasch  [ weiterlesen ]

Eis

Neue Eiskreationen aus dem Hause Carte D’Or

Eskimo lässt die Herzen der Eisliebhaber zur Herbst/Winter-Saison höher schlagen. Denn Carte D ́Or überrascht mit zwei originellen Sorten: Carte D ́Or Pekannuss (2,4 L) und Carte D ́Or Crème Brûlée (2,4 L). Dank karamelliger Süße und knackiger Zutaten sind  [ weiterlesen ]

Wettbewerb

Mix it like a woman: Wettbewerb für Mixologinnen

Puchheimer ruft zur Barkeeperinnen-Challenge 2018 auf Attnang-Puchheim – Zum allerersten Mal veranstaltet der heimische Spirituosenexperte Spitz heuer die Puchheimer Barkeeperinnen-Challenge. Unter dem Motto „Mix it like a woman“ werden dabei weibliche Mixologinnen aus ganz Österreich vor den Vorhang geholt.  [ weiterlesen ]