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Amazon macht führendem Einzelhandel Konkurrenz

18. Januar 2018, 11:47

Spar und XXXLutz vertreten Österreich unter globalen Top 250

Das Beratungsunternehmen Deloitte listet im Report „Global Powers of Retailing 2018“ die 250 umsatzstärksten Einzelhandelsunternehmen. Dabei zeigt sich: Der Online-Handel ist weiterhin am Vormarsch. Amazon schafft es auf Platz 6 der US-dominierten Top 10. Zalando verzeichnete in den letzten fünf Jahren ein Wachstum von 48,1 %. Auch Österreich kann punkten: Die Spar Holding AG und die XXXLutz Group zählen zu den globalen Top 250.

Der Gesamtumsatz der globalen Top 250 im Einzelhandel beträgt laut Deloitte Studie 4,4 Billionen US-Dollar. Die Branche weist ein Umsatzwachstum von 4,1 % auf und ist weiterhin US-dominiert. So behauptet sich Wal-Mart mit großem Abstand zur Konkurrenz an der Spitze. Die Costco Corporations folgen auf Platz 2, The Kroger belegt Platz 3. Innerhalb der Top 10 konnte vor allem Amazon stark aufholen. Der Online-Händler kletterte vier Plätze nach oben und liegt jetzt auf Platz 6.

„Die Bedeutung des digitalen Einzelhandels steigt rasant an. Das zeigt sich am Beispiel des Online-Riesen Amazon: Zur Jahrtausendwende belegte das Unternehmen noch Platz 186. Heute erwirtschaftet es einen Umsatz von 94,7 Milliarden US-Dollar und behauptet sich in den Top 10“, erklärt Orsolya Hegedüs, Partnerin bei Deloitte Österreich. „Die Ansprüche und Flexibilität der Kunden steigen stetig. Die Branche muss verstärkt auf neue Technologien und Digitalisierung setzen, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden.

US-Händler dominieren Top 10

Sieben der zehn umsatzstärksten Unternehmen im Einzelhandel haben ihren Sitz in den USA, darunter auch die Top 3. Mit einem Umsatz von fast 486 Milliarden US-Dollar liegt Wal-Mart klar auf Platz 1. Der US-Konzern erwirtschaftete vier Mal so viel Umsatz wie die zweitplatzierte Costco Corporation mit 118,7 Milliarden US-Dollar. The Kroger behaupten sich mit 115,3 Milliarden US-Dollar auf Platz 3. Auch zwei deutsche Unternehmen finden sich unter den Top 10: Die Schwarz-Gruppe ist mit 99,3 Milliarden US-Dollar auf Platz 4, Aldi mit 84,9 Milliarden US-Dollar Umsatz auf Platz 8. Frankreich ist mit Carrefour auf Platz 9 vertreten. Der französische Händler kommt auf einen Umsatz von 84,1 Milliarden US-Dollar

Österreich mit zwei Unternehmen unter Top 250

Die Spar Holding liegt mit Platz 93 unter den 100 umsatzstärksten Händlern weltweit und konnte sich gleich um zwei Plätze steigern. Der österreichische Handelskonzern weist einen Umsatz von rund 10,5 Milliarden US-Dollar auf. Die XXXLutz Group erwirtschaftete einen Umsatz von 4,6 Milliarden US-Dollar und vertritt Österreich auf Platz 205.

„Österreichs Einzelhandel kann im harten internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen. Die Steigerung von Spar ist besonders erfreulich und ein schönes Beispiel für das große Potenzial unserer heimischen Unternehmen“, so Orsolya Hegedüs.

Erfolg durch Innovation

Auch der Einzelhandel in Deutschland blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Insgesamt finden sich 17 deutsche Unternehmen unter den Top 250. Neben Einzelhandelsriesen wie Metro (16), Edeka (19) und Rewe (22) ist auch Zalando (227) im Ranking vertreten. Der Online-Händler verzeichnete in fünf Jahren ein beachtliches Wachstum von 48,1 %. Die Zahlen von Zalando bestätigen die steigende Relevanz des digitalen Einzelhandels.

„Der europäische Handel braucht innovative Unternehmen wie Zalando, um seine Stellung im internationalen Wettbewerb behaupten zu können“, analysiert Orsolya Hegedüs. Die Deloitte Studie bestätigt dies: Der europäischen Branche geht es zwar gut, dennoch ist Europas Anteil am weltweiten Umsatz in den letzten zehn Jahren von 39,4 % auf 33,8 % gesunken.
Über die Studie

Der Deloitte Report „Global Powers of Retailing“ listet die Top 250 Einzelhandelsunternehmen auf Basis ihres Umsatzes im Finanzjahr 2016. Die Daten stammen zum Großteil aus den jährlichen Geschäftsberichten und anderen Informationsquellen der Unternehmen. Veränderungen im Ranking werden ausschließlich von den jeweiligen Umsatzzahlen bestimmt. Eine starke Währung gegenüber dem US-Dollar kann dazu führen, dass Unternehmen, die in einer anderen funktionalen Währung als dem US-Dollar berichten, besser im Ranking dargestellt sind.

 

Fotocredit: Martina Draper
Quelle: Pressemeldung Deloitte Österreich vom 15.01.2018

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